Bewegte Bilder

2007 Januar 25

Diesmal wenig Text, dafür umso mehr bewegte Bilder. Aber zuallerallererst wieder einen Hinweis auf David Bordwell. Ja, ich mag den Mann, und er kommt auch oft hier vor. Was wohl daran liegt, dass er hervorragend und fundiert schreibt. Und nicht nur für Filmwissenschaftler interessant ist, sondern auch für Jeden, der etwas über die Sprache von Film lernen will. Heuer nimmt er sich den Strukturen des modernen Indiefilms an; und er hat kein nettes Wort:

Very often the predictable nonconformist is just as orthodox as the conformist.

Nach Bordwell kann man vor allem dem Indie Noir vorwerfen, ebenso wie das Mainstreamkino Konventionen entwickelt zu haben. Konventionen, bei denen die Attitüde mehr zählt als die filmische Qualität. Und die in ihrer Antihaltung ebenso erstart sind wie ihre Angriffsziele – wie das Punkrockgeschäft, um mal eine Analogie anzubringen. Und ich sag euch wer schuld ist: der Tarantino mit seinen Zitatmashups, jede Menge Coolness aber keine Seele. Ideal für den Massenverzehr geeignet. Denn diese Beschreibung gilt für andere, aber nicht für ihn:

They don’t try to be outlaws; they don’t strut; they don’t trail brimstone; they are not cool. Their films display a mature tact that goes deeper than either quirkiness or bleeding-edge daring.

Aber genug davon, jetzt endlich die bewegten Bilder. Zuerst Zidane: A 21st Century Portrait, eine Dokumentation über Zinédine Zidane, von 17 Kameras eingefangen während eines Fußballspiels. Also keine Kinderbilder oder Interviews; nur Bilder von Zidane während des Spiels. Fußball ist ja der Teufel, aber der Trailer sieht vielversprechend aus:

Wired-Artikel hier, offizielle Seite da.

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