Post

Killerspiele töten

In Allgemeines on 23. Februar 2007 by Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , ,

Nicht über diese Sache, aber über den verlinkten Panorama-Beitrag regen sich einige auf, darunter netzpolizik.org und der Zufallsfaktor. Das auch zu Recht, für mich aber ohne das überraschte Element. Als ich – nach langer Zeit mal wieder – das letzte Mal Panorama, Monitor oder eins der anderen öffentlich-rechtlichen Magazine sah, hab ich mit Erschrecken eine unschöne Tendenz feststellen müssen. Die Tendenz zum immer populistischeren Marktschreien im TV-Äther; was bei Polit- oder Wirtschaftsskandalen noch leicht übersehen werden kann, wurde bei dem Killerspiele-Beitrag richtig deutlich. Dass die Arbeitsweise und die Wahl der Inszenierung den Privaten zum Teil in nichts nachstehen. Potenziert durch Unwissenheit über den in der Populärkultur und im Sozialen immens bedeutsam gewordenen Gaming-Komplex.

Ich hätte nicht gedacht, dass der Schlechte Recherche-Tag so oft passend ist. Mag man beschissen finden, ist aber letztendlich ein zwingendes Resultat, wenn die Quote und der Zuschaueranteil den Ton angeben. Und der macht bekanntlich die Musik.

2 Antworten zu „Killerspiele töten“

  1. [...] mehr oder weniger differenziert oder wahlweise polemisch – mein eigenes Ramones-Intro geschrieben: 1, 2, 3, [...]

  2. [...] Noch mal, oder auch schon wieder, diesmal gut recherchiert. Jan Schejbal hat den hier und hier thematisierten Panorama-Beitrag minutiös seziert. Und das ist für jeden, der sich ein bisschen in [...]

Eine Antwort schreiben