A Network of Friends

2007 März 13

Insgeheim habe ich ja Angst, dass das 100$-Laptop-Projekt nur eine wirkungslose Gutmenschen-Geste bleibt, der Skeptizismus von der Illusion der allesheilenden Vernetzung an die Wand gestellt, die Pistole an der Schläfe. Andererseits ist es nicht zu leugnen, das der Zugang zum kulturellen Kapital – um mal den ollen Bourdieu zu gebrauchen – über die Kommunikationsröhren des Netzes geschieht. Somit zumindest virtuelle Partizipationsmöglichkeiten realisiert werden können.

Und hierbei – fast schon zu exakt – natürlich neuere soziologische Theorien über die sozialen Strukturen des neuen Jahrhunderts den Rahmen bilden, inkohärente Netzwerke mit ihren unzähligen Verbindungsmöglichkeiten die Basis für einen großen Schritt nach vorne bilden sollen. Dazu scheint auch das Desktop-Interface, wenn man das noch so nennen kann, sehr durchdacht und spiegelt den Netzwerkgedanken beinah ungebrochen. Der Träumer in mir findet das faszinierend, der Verstand will abwarten und der Zyniker ist geneigt, diesen 2.0-Hippies die Pest an den Hals zu wünschen.

No comments yet

Leave a Reply

Note: You can use basic XHTML in your comments. Your email address will never be published.

Diesen Kommentar-Feed via RSS abonnieren.