Im Büro gesessen und davon geträumt, auch einmal irgendwann Controller zu sein. Eins von diesen stillen Zahlenäffchen, leise keckernd vor dem Computer sitzend. Nur eins im Kopf und vor den Augen: Zahlen! Tagelang Zahlen schubsen und numerische Operationen durchführen. Ganz zu schweigen von der fortgeschrittenen Excel-Zauberei, flinke Auswertungen im Minutentakt, locker aus der Hand geschüttelt.
Diagramme und PivotTables wären dann meine besten Freunde; zusammen hätten wir frohgemute Arbeitstage voller Ziffernspass. Ohne die Kollegen. Nur die Tabellenkalkulation, das Data Warehouse und ich. Aber das Beste, der Höhepunkt dieser ganzen Profession, wären Sätze wie diese: Die fehlenden 150.000? Die kann ich erklären! Die sagen zu können und dabei, wohlgemerkt, über Geldbeträge redend. Ohne Wimpernzucken, ohne jedwede Ironie. Todernst. Das allein wäre es schon wert.
Schöner Traum, ist aber leider nicht so. Meine einzige Controllingtätigkeit findet auf dem Fernsehbildschirm statt - bei Super Mario. Auch schön. Nur eine Frage bleibt offen: Was machen eigentlich Buchhalter bei Amazon?
