Was in der Fiktion geschieht, geschieht nicht nur dort. Um eine Binsenweisheit auszupacken: Das muss auch irgendwo herkommen. Woher? Das ist eine leicht zu beantwortende Frage, allerdings mit einer erschreckenden Antwort:
Encoded in violence-as-entertainment is a whole broken world view, over-brought in to a narrative structure that demands a frangible antagonist for every protagonist, and makes every hero an innocent victim of evil, a by-definition justified responder to a situation that’s been forced onto him or her, thus absolving them of any real moral responsibility for their actions.
Wenn die Achse des Bösen als gültige Bezeichnung nicht nur zur Feindkonstruktion im Kino taugt, sondern auch Einzug in den öffentlichen Diskurs hält, dann ist etwas im Argen. Da kann auch das immer wieder gerne objektivierend davor gestellte die so genannte nichts daran ändern. Das im Gegenzug entworfene böse amerikanische Imperium ist dann zwar verständlich, vermag aber auch nicht, differenzierende Perspektiven aufzuzeigen. So gern man auch den Feind kennen möchte, so unmöglich ist dieses Unterfangen. Weil es eben mehr gibt als das Plus und Minus, das Yin und Yang, das Gute und das Böse.
Ich hab kein Problem damit, Seiten zu ergreifen und Position zu beziehen, aber bitte mit dazugehörender Reflektion dessen, was man dann vertritt und einer gesunden Portion Hinterfragen derer, die vermeintlich auf der gleichen Seite stehen; weil das nämlich schlichtweg nicht möglich ist. Dann erst kann man mit der Sympathie und eventuell mehr beginnen, zumindest auf meiner Seite.
Oder anders, etwas derber gesagt: Schwarz und Weiß scheisst gleich. Ob Du mit dem Fuss drinstehst, siehst Du erst wenn Dir ein Licht aufgeht. Da reicht auch schon eine Taschenlampe - nur sollte die nicht solarbetrieben sein.
