Picking Up Steam

Der Boston Globe hat einen umfangreichen und sehr gut recherchierten Artikel über das aktuelle Schätzchen des anglo-zentrierten Netzfeuilletons veröffentlicht: Steampunk. Das war auch hier schon mal Thema und der Autor, Peter Berbegal, scheint meine Einschätzung zu teilen:

In their embrace of the toothy cog and the sooty pipe, this guild of steampunk hackers represents a rebellion of sorts against our iPhone moment. It’s a time of technological wonders: flat-panel TVs you can hang like paintings; forms of instant communication to almost anywhere in the world; and phones no bigger than a wallet that play music and help you find your way in a forest. But in all this new technology there is nothing lasting to appreciate: Each new version is obsolescent the moment it appears, and all of it is literally superficial, with its innovations hidden in silicon chips behind hard plastic. We have museums dedicated to preserving steam engines and mechanical watches. It’s hard to imagine a future museum preserving every example of Blackberry. What we want to preserve about technology also becomes a reflection of what is human about it, the spirit of invention and craftsmanship.

Steampunk als konterkarierendes Element eines technologischen Fortschritts, der zunehmend die eigene Beherrschbarkeit der uns umgebenden Apparate minimiert und der das interne Funktionieren - dessen Verständnis nicht ohne Grund ein großer Teil der Romantik und Attraktivität technologischer Systeme ausmacht - derselbigen zu einem Mysterium macht. Eine Entfremdung von der Maschine, wenn man es krude mit bereits aufgeladenen Begriffen bezeichnen will.

Und jeden Tag finden sich da neue Objekte, in mühsamer Handarbeit gefertigt, die der Zukunft den Spiegel einer nie da gewesenen Vergangenheit vorhalten, in dessen Reflektion wir das sehen, was hätte sein können. Wenn die Geschichte andere Wege gegangen wäre. Und ich kann mir nicht helfen, aber manchmal wünsche ich mir ein künstliches Herz, um dem echten die Schmerzen und die Last zu nehmen. Diese Vorstellung scheint auch geteilt zu werden, was wiederum ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Da kann die Zukunft bringen was sie will.

Ein Trackback

  1. Von The Curio » The age of steampunk am 28 August, 2007 um 12:58 Uhr nachmittags

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