Das fliegende Spaghettimonster, der im ironischen Kontext gern als Beispiel gebrachte Gottersatz der Atheisten – man verzeihe mir diese sich selbst widerlegende Begriffskonstruktion – dürfte in bewanderten Kreisen durchaus bekannt sein. Auch hier war es schon mal Thema, kein Wunder, denn in seiner strukturellen, religionsanalogen Legitimationsweise bildet es den wohl unterhaltsamsten Teil der Glaubenskritik.
Spott und Spaß beiseite, jeder kann sich eben einen Gott selber bauen. Dies sogar ganz im wörtlichen Sinne, beispielsweise mit Legosteinen. Stück für Stück ein grandioser Schöpfungsakt, der undefinierten Teilen Leben einhaucht, auf der symbolischen Ebene zumindest. Und da gehören Götter hin.
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Und deshalb gibt es ja die Vorschrift „Du sollst Dir kein Bild (Symbol) machen von Gott“, weil’s ja doch nur eine Kreatur unserer eigenen Schöpfungskraft wäre. Aber woher haben wir diese schöpferische Kraft, ist das nicht etwas Göttliches in uns?
Göttliches in uns ist durchaus richtig. Wenn man es denn als Bewusstsein über sich selbst und die Welt definiert. Außerhalb bleibt es nur Glaube, ein komplexes, in sich schlüssiges Symbolsystem mit einem welterklärenden Geltungsanspruch, dass sich selber legitimiert. So gesehen leider nichts für mich.
Vielleicht trägt ein Link etwas zu diesem Thema bei, jedenfalls habe ich Deine Antwort gelesen, wie Du hiermit siehst.
http://erstersein.wordpress.com/2007/03/17/quid-est-veritas/