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You have to pay for that shit, see?

In Allgemeines on 30. September 2007 by Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , ,

Die medial vermittelte Perspektive auf die Welt hat eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit Saurons Auge: Ist die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punk fixiert, dann ist der Rest egal. Die aktuelle Situation in Burma ist ein passendes Beispiel, natürlich ist die Verurteilung dessen, was unter der Militärregierung dort passiert, eine Mindestanforderung, verweigert aber anzuerkennen, dass die Situation nicht erst seit einigen Tagen so ist. Trägt man nun sein rotes Kleidchen der Solidarität mit den Unterdrückten, ohne – und das ist die wichtige Komponente dabei – dass das eigene Handeln und Denken auch außerhalb eines organisierten Events einer Prüfung unterzogen wird, so bleibt man im Ende nur auf einer oberflächlichen Ebene wie dieser stehen, wenn kollektives Tun zum Selbstzweck wird und alle mitmachen. The sound of marching feet, it has a strange allure sangen schon passenderweise Mission of Burma.

Wenn man denn mehr machen will, als Betroffenheit zeigen und damit das wecken was man gemeinhin – eigentlich auch eine leere Worthülse – als Awareness bezeichnet, dann sollte man zuerst mal da ansetzen, wo es Mächtigen wirklich weh tut: am Geldbeutel. Denn dagegen sein ist zwar ehrbar, aber es nützt nichts, wenn man gleichzeitig die eigene Kaufkraft an Organisationen weitergibt, die auch nicht ganz unschuldig sind; und das ist noch nett gesagt. Das fängt an der Tankstelle und im Supermarkt an und hört beim Reiseführer auf, deswegen sei hier eine Lektüre dieser schwarzen Liste sehr empfohlen. Der Spiegelfechter hat das auch erkannt, dürfte für den Rest dann hoffentlich auch nicht schwierig werden.

On a lighter note: Auch könnte es nicht schaden, statt dem neuesten Scheiß aus dem hiesigen Plattenladen mal burmesischem Polit-Hip Hop ein Ohr zu schenken. Myanmar Future Generations mit Freedom (For Burma), mehr Songs hier. Und solche Musik zu machen, ist in Burma nicht gerade erwünscht. Popkultur mal in gefährlich, ganz anders als zuhause. Gerade deswegen unterstützenswert.

Eine Antwort zu „You have to pay for that shit, see?“

  1. [...] Eine Liste mit Unternehmen (via), die Geschäfte mit der Militärjunta machen, ist auf den Seiten der “Burma Campaign [...]

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