Krümelmonster

Ich bin ein Fan von Cookies, nicht von denen, die einem zwielichtige Websites zwecks Clicktracking oder Kundenverhalten unterjubeln wollen, sondern von denen, die man essen, knabbern oder zerbröseln kann, gemeinhin auch Kekse genannt. Meine Affinität geht sogar so weit, dass ich, wenn vor die Wahl gestellt, den schnöseligsten Keks der Edelschokolade vorziehe. Was beileibe nicht heißen soll, dass ich bej jedem Keks bedenkenlos zugreifen würde. Nein, etliche Bedingungen müssen schon gelten. Ein Schokoüberzug ist beispielsweise durchaus im Rahmen des Essbaren, aber nur in Kombination mit unüberzogenen Exemplaren. Das soll hier an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden, aber ähnliche Präferenzen hege ich auch für die teigbezogene Integration von Nüssen, Mandelsplittern, Gelee oder ähnlichen Komponenten. Eigentlich könnte man sagen, dass ich den blanken Keks am ehesten bevorzuge.

Aber nicht nur mein Keksverhalten ist eine Kunst an sich, sondern auch das Backen derselben. Und da bin ich froh, im Zeitalter der massenhaft zusammengepressten Keksderivate noch solche Menschen zu finden. Die sich Gedanken machen über die optimale Zusammenstellung der Zutaten, die bestmögliche optische Präsentation und die in einem Keks mehr sehen als nur die reduzierte Summe seiner Teile. Denen muss unbedingter Respekt gezollt werden, denn sie betreiben ein aussterbendes Handwerk.

Ach ja, falls einer von euch auf den Gedanken kommen sollte, meine Kekse zu seiner eigenen leiblichen Verköstigung zweckentfremden zu wollen, der sei gewarnt. Ich bin nämlich stolzer Besitzer eines Kekspolizisten.

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