Njam!
Natürlich ist es vollkommen unverständlich, wenn die Lebenssituation sozial benachteiligter Gruppen wahlweise deren mangelnder Intelligenz, ungenügender Integrationsbereitschaft oder fehlendem persönlichem Antrieb zugeschrieben wird. Trotzdem kann man immer noch – wer pessimistisch denkt könnte auch sagen: immer öfter – solcherlei Argumente in der öffentlichen Debatte vernehmen. Und schlimmer noch, auch entsprechende Maßnahmen beobachten. Zuletzt vom ex-Grünen Oswald Metzger, dessen Aussagen zum vermeintlichen Lebenssinn von Sozialhilfeempfängern nicht zu Unrecht als schwäbisches Dummschwätzen bezeichnet werden können.
Nun könnte man mit gesundem Menschenverstand argumentieren und solche Studien, die das belegen, für überflüssig halten, da sie nur bereits bekannte Zusammenhänge reproduzieren würden. Allerdings übersieht man dann, dass auch diese eigentlich selbstverständliche Perspektive immer wieder bestätigt werden muss. Vor allem dann, wenn vieles zu diesem Thema aus wirtschaftsliberal motivierten Think Tanks kommt.
Der Hundekot auf der Straße, in den man gerade getreten ist, bleibt auch nur Hundekot auf der Straße, wenn wir uns darauf einigen können, dass es Hundekot auf der Straße ist. Und nicht eine leckere Schokoladenkreation aus der Feinkostabteilung.
