Was gibt es besseres, als den Heimaturlaub mit einem Videoabend mit den noch nicht wieder abgereisten Freunden zu beenden? Wenig, und das ist gut so. Da aber der örtliche Provinzvideothekenautomat bis zum ersten Januar keine Neukunden annimmt, blieb uns nur eine begrenzte Auswahl.
Gestartet wurde mit dem Remake eines Klassikers, und folgerichtig war auch die Enttäuschung groß. Denn die gelackte Inszenierung der 2003er Variante vom Texas Chainsaw Massacre machte die erhoffte Wirkungsannäherung an das Original zunichte. Statt grober Körnung und dokumentarisch verstörender Intensität gab es elegante Kamerafahrten und raffinierte Ausleuchtung, obendrein sogar noch ein Quentchen mehr an Charakterisierung. Wäre das große Vorbild nicht gewesen, man hätte einen durchschnittlichen Vertreter des Backwoods-Survival-Genres vor sich gehabt.
Danach dann ein Lichtblick: Zum wiederholten Male This Is Spinal Tap, und wie immer ein Genuss. Fiktion und Realität sind da gar nicht so weit voneinander entfernt. Rock!
