Würde wenn er sollte, dürfte wenn er könnte
Es hatte vor und nach ihm niemanden mehr gegeben, der Verletzungen mit einem derart gelassenen Stoizismus hinnahm. Man hätte beinahe denken können, dass er kein Mensch wäre, sondern eine vor sich in funktionierende Maschine, deren Zahnräder – die zwar rostig und zerschlissen aber dennoch in der Lage waren, die ihnen zugedachte Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen – unweigerlich immer weiter ineinander griffen, ganz egal was man dazwischen warf.
Ob Schmähreden oder Stockschläge auf die Schienbeine, alles prallte vermeintlich an ihm ab, hinterließ keine verräterischen Spuren im Schnee, die etwaige Verfolger zu ihm führen könnten. Wenn sich Narben in seine Haut schrieben, dann musste das auf der Innenseite seiner leiblichen Hülle passieren, denn von außen war er makellos und frischgebürstet. ‘Klick Klack’ und ‘Krrk Krrk’ machte er, wenn er sich den ändernden Umständen anpasste und sich in neue Strukturen fügte und endlos die Gestalt änderte ohne je anders auszusehen.
Vielleicht war es auch dieses unerschütterliche Fügen in das Gerüst, welches ihm das Schicksal baute, das ihn letztendlich alles kostete, was er je gewesen war. Irgendwann ging er kaputt. Unreparierbar, unreparierbarer, am unreparierbarsten.
