Zu hoher Stromverbrauch

2008 Februar 18

Wenn ich alleine bin, ganz alleine auf dieser großen weiten Welt, einsam und verlassen, dann neige ich mehr dazu, mir Götter vorzustellen oder alltägliche Dinge zu personifizieren. So habe ich beispielsweise einmal sehr angenehm Konversation betrieben mit einem Wäschetrockner namens Ingo. Nach etlichen Bierchen kamen wir auf das Thema, auf das jede Unterhaltung im angetrunkenen Zustand hinausläuft: die Sinnfrage des Ganzen. Ingo meinte damals, ich würde dem zu viel Bedeutung beimessen. Nun, das darf ich jetzt auch mit wissenschaftlicher Bestätigung.

Wo da allerdings der feststellbare Unterschied sein soll, zwischen den Göttern und den Alltagsgegenständen, dem vermeintlich Erhabenen und der profanen Materie, dass ist mir noch nicht klar. Aber ich vermute stark, dass diese Differenz gar nicht so groß ist, vielleicht auch überhaupt nicht vorhanden. Und ich glaube, Ingo würde mir beipflichten, er war schon immer recht bodenständig in seinen Annahmen.

Wenn ich ihn nicht vor Jahren schon entsorgt hätte.

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