Post

Angestellt und Drogenfrei

In Allgemeines on 4. März 2008 by Mark Mit Tag(s) versehen: , , , ,

9 Uhr. Morgen. Ich sehne mich nach einem Kaffee. Heiß und in einer großen Tasse. Stattdessen konnte ich heute morgen nur noch eines der winzigen Espressotässchen abstauben und hatte auch noch Probleme, den Kaffeevollautomaten dazu zu bewegen, nur die passende Menge abzugeben. So bleibt nur gelegentliches Nippen, welches nicht in der Lage ist, mich auch nur ansatzweise zufriedenzustellen.

12.30 Uhr. Ich sehne mich nach einem Kaffee. Einem Kaffee, schwarz und dunkel wie die Nacht, der die Müdigkeit verkloppt wie Bruce Lee jeden Nebendarsteller in Reichweite. Stattdessen entscheide ich mich für die Käsespätzle mit gemischtem Salat. Ein Fehler. Nach der Hälfte gebietet mir mein Magen Einhalt.

15.42 Uhr. Ich sehne mich nach einem Kaffee. Stattdessen verbringe ich eine halbe Stunde auf der Kloschüssel. Irgendwann gibt mein Magen Ruhe. Auf dem Weg zurück ins Büro hole ich mir noch einen Kaffee. In einer großen Tasse und mit, weil ich ein Feigling bin, etwas zu viel Milch. Dazu eine Yogurette, welche aber die ebenfalls herbeigesehnte Zigarette nur schlecht ersetzen kann.

16.11 Uhr. Ein erfüllender Job ist eine Illusion. Der Großteil eines Arbeitstages besteht aus Klicken, Warten und Raubbau am eigenen Körper. Mein Magen knattert wie ein Moped mit aufgebohrtem Auspuff im Leerlauf. Trotz Hunger erscheint mir das Zuführen von Nahrung wenig aussichtsreich.

16.18 Uhr. Momentane Ruhe. Ich tue nichts und tue dabei so, als würde ich etwas tun, darin bin ich gut. Fünf Minuten lang. Dann werde ich mir noch einen Kaffee holen. Schwarz wie das Loch, in das ich gerade gefallen bin.

16.24 Uhr. Der Kaffee war ein Kaffee zu viel.

7 Antworten zu „Angestellt und Drogenfrei“

  1. Mark du Honk, wenn du am kacken oder Kotzen bist wie ein Reiher, dann lass den Kaffee weg. Oder haste Bock auf stundenlanges Leben aus döem Kreuz leihern auf der Kloschüssel?
    Gute Besserung
    Heuni

  2. Als reiner coffein und Kippen Junkee, mit zweiten Wohnsitz auf der Toilette ist mir das nicht fremd. Auch von mir gute besserung!

  3. Ich kann nicht anders, der Kaffee ist zu verführerisch. Aber vielleicht bin ich auch zu schwach ;)

    Keine Sorge, momentan ist alles wieder im grünen Bereich. Waren wohl nur die Spätzle, die Probleme bereitet haben. Obwohl ich da selber schuld bin: Als Exilschwabe sollte ich mittlerweile gelernt haben, Spätzle nur in der Heimat zu essen.

  4. cromax: Den zweiten Wohnsitz hätte ich auch gern da ;) Leider wurden alle meine Versuche, ein Bücherregal in der Örtlichkeit aufzustellen erfolgreich von der Freundin vereitelt. Immerhin hat es zu einem kleinen Zeitschriftenständer gereicht.

  5. Dem Schwabe soi Späzle. Und dem Sauerländer? Kein Scherz: Das Gericht was mit meiner Region in direkter Verbindung gebracht wird,
    nennt sich “ Himmel und Äd “ und ist eine Mix aus Kartoffelpürree mit Apfelmus und Blutwurst. > Bon Appetit´

  6. Kartoffelpüree: Lecker.
    Apfelmus: Nicht so mein Ding. Wenn ich es als Gast aufgetischt kriege, esse ich es auch, aber wenn ich die Wahl hätte, dann eher nicht.
    Blutwurst: Im Leben nicht.

    Kartoffelpüree & Apfelmus: ???.
    Kartoffelpüree & Apfelmus & Blutwurst: Auf irgendeine, fast schon widerwärtige Weise macht das schon wieder Sinn. So wie Haggis Sinn macht.

  7. Dito. In der Geschmacksfrage genau in der Reihenfolge. Blutwurst -uärg! Um ehrlich zu sein, ich weiss auch nicht ob die Fotos auf der Seite vor dem essen -oder nach dem erbrechen gemacht wurden. So wundert auch nicht das die schwabische Nudel zu Weltruhm gelangte, während Himmel und Äd…ich meine frag in der Bronx mal jemanden nach Himmel und Äd!

Eine Antwort schreiben