Kopfnicken statt Analyse
Wenn die äußeren Formen von Kommunikationen erstmal eine gewisse Popularität erreicht haben, dann ist deren Fremdverwendung in anderen Kontexten meistens unumgänglich. Deutscher Hip-Hop und sich auf moralische Grundsätze berufende Unternehmen sind da nur zwei Beispiele von vielen.
Aber nicht in allen Fällen muss die Anknüpfung an systemexterne Formen den Bekanntheitsgrad der ursprünglichen Formen erreichen. Ich habe meiner Begeisterung für Nerdcore (das Musikgenre, nicht das Blog) schon hier und hier Ausdruck verliehen, und aktuell gibt es bei Wired ein kurzes Review der von mir ebenfalls angetrailerten Dokumentation über das Phänomen mit dem schönen Titel Nerdcore Rising.
Und schon in den ersten Sätzen wird da wieder gemutmaßt, wann denn Nerdcore wohl im Mainstream auftauchen wird. Das scheint mir eine Überschätzung zu sein, da der Sinn davon eher bei der Binnenkommunikation unter Nerds und der partizipativen Kultur des Internets zu finden ist. Nicht bei klassischen Publikumsmodellen, die auf einer allgemeineren Durchsetzung von globaler Populärkultur beruhen.
Soviel dazu, eigentlich wollte ich ja nur wegen Ähnlichkeiten zu kürzlich geschehenen Ereignissen im Bekanntenkreis diesen tollen Song von den TSA Gangstaz zum Thema Flugsicherheit verlinken. Danke und Gruß dafür gehen in die irische Hauptstadt, was aber rein gar nichts mit dem gestrigen Tag des heiligen Patrick zu tun hat.
