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Interschwatzional

In Allgemeines on 9. April 2008 by Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , ,

Trotz offener Grenzen, trotz fast globaler Reichweite und trotz der sich dadurch eröffnenden Möglichkeiten gibt es doch Flecken auf der Welt, die sowas wie blinde Flecken auf der Landkarte sind. Man erwartet beinahe, auf dem dazugehörigen Wikipedia-Artikel nur ein Here there be dragons vorzufinden. Und ist manchmal doch überrascht, dass dem nicht so ist.

Zumindest in subkulturellen Kreisen gibt es da nun ein wenig Abhilfe: Drunk Nach Osten, ein tschechisches Fanzine, welches sich den im globalen Szenekontext eher vernachlässigten osteuropäischen Gegenden annimmt. Das Vorwort der zweiten – übrigens komplett englischsprachigen – Ausgabe kann man da auch gut und gerne als eine Art Mission Statement bezeichnen:

…I’m not talking only about the actual borders between the states, which practically bring complications to peoples’ connection, but also about the borders in peoples’ minds (…) Everyone knows what’s going on in Umea, Portland, Osaka, whatever…but hardly anyone knows a shit about the activities of punks fucking 600 km East…

Dazu gibt es noch 37 Songs, die ebenfalls auf der Website runtergeladen werden können. Empfehlenswerter als die xte Kajalcorekapelle ist es allemal, denn warum sollte man geliebte Szenestrukturen den Prozessen der Aufmerksamkeitsökonomie überlassen. Das macht man nur, wenn man nichts anderes zu tun hat.

Passenderweise hab ich das beim malaysischen Ricecooker gefunden.

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