Es gab mal Zeiten, da waren Chumbawamba auf jeder Oberstufenparty und in jedem Bierzelt zu hören. Was die Befürchtung hätte nahelegen können, dass diese Menge an tickenden Zeitbomben irgendwann mal hochgehen muss. Doch die Kräfte der ökonomischen Integration haben das Schlimmste verhindert: Popmusik heißt nämlich nicht, dass die politische Botschaft auch als solche wahrgenommen wird. Im Gegenteil, erst mit der Kante des Rebellischen - oder im Falle von Chumbawamba, der Kante des feuchtfröhlichen Trinkliedes - wird Unterhaltung erst attraktiv - Inhalte sind sekundär. Das kann man scheiße finden oder nicht, ich bin zufrieden, solange mir noch jemand Feuer gibt.
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