Der Hund ist ein politisches Tier

2008 Juli 21
by Mark

Ein erfolgreicher Spaziergang mit dem Hund hat drei tragende Komponenten. Da wäre erstens die obligatorische Begegnung mit einem größeren Exemplar dieser Haustierspezies, welches, sofern männlich, sofort von der Seite angemacht wird. Das ist immer ein tolles Bild, als ob ein schlanker Danny DeVito sich einen dieser übergestählten 150-Kilo-Wrestler vornehmen wollte. Die zweite Komponente ist zurückgelassenes Fresswerk. Erst als Hundebesitzer wird einem klar, in welchen Mengen die urbane Bevölkerung ihre Nahrung in Büschen und an Straßenrändern zurücklässt. Und wenn Hundeaugen immer die Frage ‘Isst du das noch?’ stellen, dann ist der abendliche Auslauf sowas wie ein Schlemmerbuffet. Auch wenn nach dem Genuss eines Restdöners mit Scharf gerne mal eine gute halbe Stunde lang gehustet wird. Das Herrchen schwankt dann immer zwischen Mitleid und, bei der letzten Komponente, durchaus amüsierter Befriedigung. Denn zu guter Allerletzt wird, nicht immer, aber wenn dann richtig, noch herzhaft in den Hauseingang der örtlichen FDP-Zentrale gestrullt.

Zur Verteidigung: Der Vehemenz dieser unlauteren Tat und der vorhergehenden Schnüffelattacke – Hey, ein unbeabsichtigtes Wortspiel – nach zu urteilen, müssen das alle Hunde in der Nachbarschaft so machen. Was wiederum zur FDP passen würde, da scheißen auch alle auf den größten Haufen, zumindest wenn man nach der englischen Übersetzung dieses blumigen Idioms geht.

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