Kein Popsong formulierte überzeugender, wie stumpf es sich anfühlt, wenn man sich nichts zu sagen hat. Angenehm stumpf, wie Andreas Dorau sagt. Oder um die Undertones zu bemühen, selbst große Künstler der stumpfen Pop-Punk-Miniatur: „It’s never too late for dumb entertainment.“ Um stumpfe Unterhaltung so unterhaltend hinzubekommen, muss man schon ziemlich clever sein. Wie viele Stücke der Ramones hat auch dieses die schlagende Wirkung eines gelungenen Comics. Überhaupt inszenieren sich die frühen Ramones gern als fleischgewordene Comicfiguren. Davon haben sich später die Beastie Boys einiges abgeschaut, ebenfalls Juden aus New York.
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, das Popjournalismus sterben muss, damit Punk leben kann. Manchmal denke ich mir dagegen auch, dass Popjornalismus auf keinen Fall sterben darf, denn sonst lebt Punk nicht mehr; zumindest der Punk, den das Feuilleton sich unter Punk vorstellt. Manchmal, das kommt aber nun wirklich selten vor, beinahe könnte man meinen, so gut wie gar nicht, erscheint es mir auch wie eine glückliche Fügung, dass die Feuilletonpunker das was sie schreiben da schreiben, wo sie auch hingehören.
Zum letzten Satz darf man gern den allseits bekannten Song von Cotzbrocken anstimmen.