Nur so am Rande möchte ich mal anmerken, dass es durchaus belustigend sein kann, wenn überall immer vom richtigen Leben die Rede ist. Als ob die Playstation, die Crackpfeife und die Neigung des Menschen, sich mit schöner Regelmäßigkeit seine eigene Welt zu basteln, nicht zum richtigen Leben gehören würden. Natürlich möchte ich niemandem zu nahe treten oder die Gültigkeit allgemeiner Normen in Frage stellen, ersteres aus Höflichkeit, zweiteres aus Einsicht der Notwendigkeit heraus, aber wenn ich noch mal ein Argument höre, dessen aus Unverständnis und Ignoranz geborener Kern die Aufforderung ist, sich dem richtigen Leben – oder noch schlimmer: der Wirklichkeit – zu stellen, dann kann ich nur herzhaft, herzhaft lachen.
Vielleicht nicht ins Gesicht, aber zumindest in mich hinein.
Oder anders aufgezäumt: Das atomisierte Individuum der Moderne ist nicht erst seit Hiroshima ein schlechter Witz. Den Vergleich finden Sie geschmacklos? Dann sollten Sie Sich, nur so als Ratschlag von Mensch zu Mensch, vielleicht mal der Wirklichkeit stellen.

