Oft äußern Menschen ihr Unverständnis darüber, wie andere Menschen denn nur so etwas tun könnten. Mit dem so etwas wird sich dann meistens auf die letzte Gräueltat bezogen, die durch die Medien geisterte. Amokläufe, Kriegsverbrechen, österreichische Überpatriarchen, egal was, man kann einfach nicht verstehen, wie Menschen so etwas tun können.
Ich nehme mich dabei selbst nicht aus, auch wenn ich mich vielleicht in der Gefestigktkeit meiner Moral täusche. Und erst dann, wenn es soweit ist, feststellen muss, dass ich ebenfalls so etwas tun könnte. In dieser Hinsicht – aber wirklich nur in dieser Hinsicht, wir wollen es mal nicht übertreiben – haben neoliberale Denker Recht: Der Mensch ist zu allem fähig, wenn er nur will. Dass er manchmal nicht will, nun, das ist zumindest in meinen Augen eine positive Eigenschaft.
Ab und zu überrascht es mich allerdings, dass meine angelegten Dimensionen des Verständnisses von menschlichen Taten und Verhaltensweisen weit, weit auseinanderdriften. Gerade eben habe ich an der vom Berufsverkehr stickigen Kreuzung einen Kleinwagen sich einfädeln lassen, nur um festzustellen, dass an dessen Heck eine Selbstbezeichnung prangte, die rätselhafter nicht hätte sein können: Zickenflitzer. Stand da in großen weißen Lettern.
Und ich frage mich, wie Menschen so etwas tun können.
Soviel also zu fragwürdigen Maßstäben des menschlichen Denkens.
Und ebensoviel zu fragwürdiger Verwendung kursiver Formatierungen.


[...] auf einer solchen banalen Ebene liegt. Es muss ein Sinn für Humor sein, der Menschen zu so was und so was bewegt. Da bin ich felsenfest [...]