Veröffentlicht in Juni 2009

Buhmann, Labermas, Hassenichgesehen

Wenn ich mal groß bin und felsenfest davon überzeugt, anderen die Welt, wenn schon nicht erklären, dann wenigstens näherbringen zu können – vielleicht schlimmer noch: zu müssen – dann würde ich bestimmt Sätze schreiben, in denen ich Niklas Luhmann als den ‘Theoretiker mit dem über die Jahre indifferenten Sakko’ bezeichnen würde. Dafür müsste ich natürlich erstmal differenzieren, die einen ins Töpfchen, die anderen ins Kröpfchen, hier der Habermas, da der Antihumanist, was sich auch auf Antichrist reimt. Man sieht, einer wertenden Kategorisierung ist dabei kaum zu entkommen.

Zum Glück. Denn was sollten wir fragen, wenn es Antworten schon gäbe?

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Waffen- statt Führerschein, wa?

Opel-Fahrer haben offensichtlich Humor, angesichts der aktuellen Debatte eine bewundernswerte Mentalität. Oder wie sonst kann, soll und darf ich einen Heckscheibenaufkleber erklären, der in mit Lettern in Frakturschrift die ‘Waffenschmiede Rüsselsheim’ als Hersteller des Gefährts preist? Eine Form von subkultureller, milieuverhafteter Identitätsbildung wäre ein Ansatz, allerdings weigere ich mich zu glauben, dass dieser Zusammenhang auf einer solchen banalen Ebene liegt. Es muss ein Sinn für Humor sein, der Menschen zu so was und so was bewegt. Da bin ich felsenfest überzeugt.

Oder ander gesagt: Ich wäre es gerne.

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