Wenn mein Leben entlang der narrativen Struktur des privaten Frühstücksfernsehens verlaufen würde: Dann müsste ich mit zwei lockeren Sprüchen auf den Lippen aufwachen, dürfte auf dem taumelnden Weg ins Badezimmer nicht über den Studiohund stolpern und könnte das, was mich diesen Tag erwartet in knackigen Zweizeilern komprimieren. Während den Zwiegesprächen mit meinem Promiexperten und diversen Gästen würde ich dann Kaffee aus bunten Henkeltassen schlürfen, unterbrochen nur von regelmäßigen Konsumtätigkeiten.
Aber wenn ich es genauer betrachte, dann wäre die televisionale Entsprechung meines Lebens – zumindest der ersten zwei, drei Stunden meiner Tage – eher ein Testbild. Das mit dem markerschütternden Piepton.
Danach käme krawalliges Bildungsfernsehen.