Vorlauferhitzer
Wenn mein Leben entlang der narrativen Struktur des privaten Frühstücksfernsehens verlaufen würde: Dann müsste ich mit zwei lockeren Sprüchen auf den Lippen aufwachen, dürfte auf dem taumelnden Weg ins Badezimmer nicht über den Studiohund stolpern und könnte das, was mich diesen Tag erwartet in knackigen Zweizeilern komprimieren. Während den Zwiegesprächen mit meinem Promiexperten und diversen Gästen würde ich dann Kaffee aus bunten Henkeltassen schlürfen, unterbrochen nur von regelmäßigen Konsumtätigkeiten.
Aber wenn ich es genauer betrachte, dann wäre die televisionale Entsprechung meines Lebens – zumindest der ersten zwei, drei Stunden meiner Tage – eher ein Testbild. Das mit dem markerschütternden Piepton.
Danach käme krawalliges Bildungsfernsehen.

… und wer würde sich das schon geben??? ;-)
Ich zumindest. Wobei dieses Ich-würde-das-Fernsehen-machen-das-ich-gerne-sehen-würde sich natürlich selber die Hand schüttelt ;)
Als „Pay-per-View“ oder frei über Kabel? Im letzteren Fall würd’ ich sogar mal reinzappen …
In meinen sozialrevolutionären Wunschträumen eher als Piratensender. Aber egal was es wäre, kostenlos wäre es auf jeden Fall, nur hoffentlich nicht umsonst.
Bedenke die Neuen Medien: Webcasts machten sich vielleicht auch ganz gut … Außerdem erledigte sich das Problem der Einspeisung. Wobei: ein Piratensender hätte durchaus etwas old-schooligespositiv altmodisches; Du ließest quasi durch den betriebenen Aufwand im Gegensatz zu dem ganzen Mal-eben-so-Müll Deine Nähe zur Sache erkennen.
Wobei Aufwand und Ergebnis immer voneinander abhängen. Das eine ohne das andere können wohl nur…ja wer?