Am anarchosyndikalistischen Stammtisch
2009 Oktober 21
Inkludiert ein Rückzug der Politik aus der Wirtschaft auch gleichzeitig einen Rückzug der Wirtschaft aus der Politik? Interessante Frage, die aber leider nur bloße Hüllen bietet, wo wirkliche Bedeutung sein könnte. Und abgesehen davon, wen interessiert das, wenn doch die beste Politik in der Wirtschaft gemacht wird?
Prost.

Naja. Sagen wir mal lieber, die effektivste Politik wird in der Wirtschaft gemacht. Gibt’s einen konkreten Anlass für den Blick durch die leeren Gewänder, oder … ?
Nun, inspiriert wurde das von einem Kommentar am mehr oder weniger Stammtisch, wo gefordert wurde, dass die Politik aus der Wirtschaft die Finger lassen solle. Darüber war ich erstaunt, da das Gegenteil – die Wirtschaft raus aus der Politik – noch nicht mal ansatzweise in Betracht gezogen wurde.
Ganz anders sieht es mit der Tatsache aus, dass am selben Stammtisch alte Freunde sich plötzlich als Wähler entpuppten, die ihr Kreuzchen an der Stelle gemacht haben, an der ich es nie und nimmer vermutet hätte. Das Liberal-Konservative kommt wohl dann zum Tragen, wenn man einen eigenen Besitzstand wahren muss. Oder Angst um den eigenen Status hat.
Das Primat der Wirtschaft; für Primaten.
Und von der Relation Oskar Lafontaine – Roland Koch fang ich gar nicht erst an…
Einen Rückzug der Wirtschaft aus der Politik halte ich für genauso absurd wie das Wort „Inkludiert“
Ink-lud-iert: Distinktionsgewinn durch Verwendung schwurbeliger halbakademischer Begriffe. Ist aber schneller zu tippen als ‘beinhaltet’ ;)