Wenn ich meinen Eltern so zuhöre, wie sie erzählen von dem und dem, naduweißtschon, von denen schon wieder einer gestorben ist, dann frage ich mich meist, ob der Tod ab einem gewissen Alter mehr Weggefährte als entfernter Verwandter ist. Und wenn ich dann – zwischen all den nie ausgesprochenen Gefühlen und der emotionalen Unfähigkeit, die diese Generation zu tragen hat – daran denke, dass beide wahrscheinlich nicht mehr die erste Hälfte des kommenden Jahrzehnts erleben werden, dann bricht irgendwas.
Ich wünschte, ich könnte außer distanziert-ironischem Selbstschutz dazu Worte finden. Wenigstens. Aber dann stehe ich vor dem körperlichen Verfall, dem geistigen Rückgang, dazwischen kurze Momente der erhabenen Wahrhaftigkeit, und weiß nicht, was das alles soll.
Wie alle anderen auch. Ein kleiner Trost, aber immerhin.