Zielvereinbarung

Ein unerreichbares Ziel ist es, eine Hartplastikverpackung (allein schon das Wort!) ohne Hilfsmittel zu öffnen. Das ist unmöglich und es wird wohl bei den tausend und mehr Abhängigkeiten bleiben, zwischen denen man hängt wie ein weiterer Anzug am Kleiderbügel.

Ein weniger unerreichbares Ziel ist, sich nicht wie ein Waisenkind zu fühlen, dessen Eltern – die vermaledeite Beliebigkeit eines neuen Jahrtausends und der Zynismus, der als Lebensgefühl zählen will – ihren Tod nur vorgetäuscht haben.

Ein erreichbares Ziel ist, den nächsten Tag zu überstehen.

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3 Gedanken zu “Zielvereinbarung

  1. Lara sagt:

    Mir fehlt ein wenig der Kontext, aber ich mag den zweiten Abschnitt.

  2. Mark sagt:

    Nun ja, Hartplastikverpackungen scheinen mir ein passendes Ergebnis einer Gesellschaft zu sein, die immer neue Mittel und Wege produzieren muss, um das Bestehende zu sichern. Und damit einer Selbstständigkeit bzw. der freien Entscheidung des Menschen etwas im Wege steht.Konto, Kreditkarte und XING-Account als normativer Druck eines verzerrten Bildes des Erwachsenseins, wenn man so will.

    Dass ich einen neuen USB-Stick gerne ohne Seitenschneider seiner Verpackung entnehmen möchte ist vielleicht nur persönliche Vorliebe ;)

  3. Lara sagt:

    Ich mache das immer mit den Zähnen. Aus Protest :)

    Gestern sagte ein Freund zu mir: Wer sich langweilt leistet Widerstand. Ich will das nicht gänzlich unterzeichnen, aber es ist ein interessanter Ansatz.

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