Mit ‘Zukunftsforschung’ verschlagwortete Einträge

Post

Vom Sägen der Krise

In Unkatzegoriert on 2. Januar 2009 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Matthias Horx reanimiert das Grönland-Argument und hat zweifliegenklappig natürlich auch die Finanzkrise schon seit Ewigkeiten vorhergesehen. Dass er bei dieser nur im Plural spricht ist verständlich, denn er selber kann es ja nicht gewesen sein. Oder warum liefert die Suche danach auf den Seiten des Horx’schen Zukunftsinstitutes bemerkenswerte Ergebnisse?

Ich frage mich nur eines: Warum wird dieser Mann nicht fürs Maulhalten bezahlt.

Post

Die wirklichen Phantasten

In Unkatzegoriert on 16. Mai 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Ich möchte wirklich nicht immer auf den armen Zukunftsforschern rumhacken. Nicht nur, dass dadurch deren Wichtigkeit unerhört überhöht erscheint, auch möchte ich vermeiden, von außen nur noch als beinahe reflexartig sich aufregende Person gesehen zu werden. Dafür ist mir das Thema nicht wichtig genug, und überhaupt ist es überflüssig, wenn nicht sogar schlechter Stil, sich über dumme Leute, die dumme Sachen sagen, die von anderen dummen Leuten wiederum geglaubt werden lustig zu machen.

Mir fällt gerade auf, das obiger Absatz für diesen Beitrag eine recht schlechte Legitimation abgibt, auch wenn fraglich ist, ob ich die bei Marvin Cetron überhaupt brauche. Denn der sagt in einem Interview bei sueddeutsche.de, dass Quantenteleportation – damit meint er das, was man bei Star Trek ‘Beamen’ nennt, nicht dieses komische Physikding – schon in 50 Jahren möglich sein könnte. Und wenn er als Grund für diese Behauptung anführt, dass das US-Militär diese Forschung* unterstütze, und dass die Leute im Pentagon keine Phantasten wären, nun, dann brauche ich auch keinen Grund, um mich über den Herrn Cetron gepflegt zu amüsieren. Als ob das nicht schon vorher klar gewesen wäre.

* Vielleicht meint er auch nur, dass das Militär allgemein Forschung unterstützt, so genau kann man das aus seinen Konjunktivkonstruktionen nicht herauslesen. Falls noch mehr Weitsicht dieser Art gewünscht ist: Die kann man in einem Interview mit dem werten Herrn von 1980 finden, in dem er den Zusammenbruch der Sowjetunion nicht vorhersieht.

Post

Matthias Horx ist der lebende Beweis dafür, dass auch ohne abgeschlossenes Studium so einiges geht

In Unkatzegoriert on 2. April 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , ,

Steht da wirklich in seinem Profil als FOCUS-CAMPUS-Tutor, und deswegen tritt der gute Mann wahrscheinlich auch bei den ‘Erfolgsmacher’-Seminaren des Focus auf. Aber Scherz beiseite, was der Matthias Horx der Welt da wieder erzählt [via], darf nicht unterschlagen bleiben. Man könnte ja sonst – hier, hier und hier – auf den Gedanken kommen, dass Zukunftsforschung wirklich etwas zu sagen hätte.

Ich denke, dass lebenslange Bildungsbio­grafien entstehen werden, in denen immer mehr Menschen auf Univer­si­täten gehen. Nicht nur in der Ju­gend, sondern auch pha­sen­weise im Alter.

Für diese Einsicht muss der Herr Horx lange geforscht haben. Nun ja, vielleicht hat er auch nur beim statistischen Bundesamt angerufen und nett gefragt, was denn die aktuellen Statistiken sagen. Die sind da recht freundlich und hilfsbereit und haben ihm auf seine eventuelle Anfrage vielleicht mitgeteilt, dass er sich da das und das mal ansehen solle. Hat er dann vielleicht getan und sich gefragt, ob das denn so weitergehen würde und ob man da nicht was drüber schreiben könnte, man darf sich ja nicht rar machen auf dem Büchermarkt. Und Zukunft geht immer, Vergangenheit dagegen kann man keinem verkaufen.

Ich begreife Zukunftsforschung als uni­versalistische Wissenschaft, in der sich Wirtschaftswissenschaft, Sys­­­­temtheorie, Soziologie, Evolu­tions­bio­­logie und noch 15 andere Disziplinen vereinen (…) Allerdings ist mein Ansatz universeller und interdisziplinärer. Und auch riskanter, weil ich mich nicht so sehr auf eine akademische Disziplin beziehe.

Wenn er damit eigentlich meinen sollte, dass er auf die wissenschaftliche Grundlage und Absicherung seiner Thesen verzichtet, um stattdessen mit wissenschaftlich klingendem Duktus vorzutragen, dass alles gut werde und wir nur endlich mal diesen deutschen Jammer-Pessimismus ablegen sollten, dann, ja dann würde ich ihm beipflichten. Meint er aber wahrscheinlich nicht, und das ist suboptimal, wie ein kleiner Teil meines Freundeskreises sagen würde.

Aber mal abseits aller Polemik: Vielleicht bin ich auch das falsche Zielpublikum für sowas, nicht umsonst habe ich angehende Führungskräfte schon schlimmeren Unsinn goutieren sehen. Kotzende Pferde sind ein Dreck dagegen. Echt jetzt.

Post

Trendspotting verwechselte Kultur mit Marketing, die Opfer konnten nur noch tot geborgen werden

In Allgemeines on 27. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , ,

Meine skeptische Haltung gegenüber der Zukunfts- und Trendforschung ist kein Geheimnis. Das mag vielleicht dem Umstand geschuldet sein, dass die wenigsten Vertreter dieser Branche – der Begriff der Disziplin scheint mir da eher unangebracht – einen Reflexionsgrad über das eigene Sagen und Tun aufweisen können, der kaum größer ist als der eines durchschnittlich begabten Kindes. Zugegeben, das ist polemisch. Aber kann man auf andere Art und Weise auf substanzlose Aussagen, die gerade Substanz und Wissen inszenieren, reagieren? Schauen wir uns mal ein aktuelles Interview mit der Frau mit dem nom de guerre extraordinaire Faith Popcorn an, die als Antwort auf die Frage, wie eine Trendforscherin zu ihren Vorhersagen kommt, antwortet:

Wir erspüren, was in der Kultur der passiert. Wir schauen sie uns an, lesen sie, fühlen sie, singen sie, schlafen sie, verschlingen sie.

Ja wie? Ein ganzes Heer von Soziologen, Philosophen und Kulturtheoretikern sagt das über den Rest der Menschheit auch. Manche gehen sogar so weit, zu behaupten, dass alles was der Mensch in seinem Tun hervorbringt, Kultur sei. So gesehen ein schlechtes Alleinstellungsmerkmal, das sollte man sich noch mal überlegen. Denn jeder Mensch verfügt über kulturelle Kompetenz. Auch ein weiteres Argument von Fräulein Popcorn tappt in diese Falle, aber erst nachdem ihr der Interviewer die Aufgabe abgenommen hat, ihre eigenen Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen darzulegen.

Wir beschäftigen 40 Trendspotter auf der Welt, die solche Dinge beobachten. Hier in New York sind es 70 Leute, die ununterbrochen nachdenken.

Die ’solchen Dinge’ beziehen sich dabei auf Phänomene, die der Interviewer vorher als kulturelle Strömungen bezeichnet hat. Auch hier wieder der Einwurf: Was unterscheidet sie dabei von jedem anderen Menschen auf dem Erdball? Wenn ich mich auch nur in geringstem Maße mit der Welt um mich herum beschäftige und Bezug darauf nehme, was zudem auch notwendig für das Leben innerhalb der Gesellschaft ist, dann vollziehe ich einen ständigen Beobachtungsprozess, in dem ich meine Umwelt erfahre und begreife. Ich kann in diesem Prozess unterschiedliche Ausprägungen finden, von der Stammtischparole bis hin zum wissenschaftlichen Diskurs, aber ich kann nicht losgelöst von ihm sein. Und was das Nachdenken betrifft, das erscheint mir auch eher als notwendige Aktion denn als Qualitätsmerkmal. Vor allem wenn bei der Frage, wie denn unterschiedliche Trendtypen zu differenzieren seien, die eigene Weltsicht relativiert wird:

Nehmen Sie zwei andere Entwicklungen: Fitness und Fettsein. Da gehen die Leute ein paar Meilen joggen, kommen nach Hause zurück und essen ein Viertelpfund Häagen-Dasz-Eiscreme. Sie wissen das doch selber. Die Menschen sind sehr kompliziert.

Oh ja, Yin und Yang, Gut und Böse, Schwarz und Weiß, links und rechts, man ist immer überall und nirgends zu Hause. Deshalb sind Trends auch so schwer zu fassen, da braucht es schon die geballte Beobachtungs- und Nachdenkkompetenz von Frau Popcorn, um den Überblick zu behalten. Beispielsweise bei den Leuten, die ein einfaches Leben bevorzugen würden. Das sei häufiger eine trendgetriebene Entscheidung, käme eher aus der Mitte der Gesellschaft, und sei obendrein noch gut für die Familie und den seelischen Kompass. Was aber nicht garantieren könne, dass man sein Glück finde. Hmm, das klingt doch beinahe wie eine Barnum-Aussage auf gesellschaftlicher Makroebene.

Aktivismus ist der neue Narzismus. Er ersetzt unsere heutige Obsession mit uns selbst. Unsere nächste Obsession wird es also sein, mit einem guten Zweck assoziiert zu sein (…) Ich sehe das nicht als eine unaufrichtige Art, unser Leben zu leben. Unsere Werte werden stärker und ein wichtigerer Teil unserer Identität.

Ah, die Generation Golf, die einen Hybridmotor haben will. Aber was ist besonders kompetent daran, wenn man Grundannahmen der persönlichen Selbstdarstellung, die angelehnt an Erving Goffman schon seit längerer Zeit als Impression Management bekannt sind, als Prognose verkauft? Das ist als ob man aus der Tatsache, dass Menschen Konversation betreiben, die Schlussfolgerung ziehen würde, dass auch in Zukunft die Kommunikation untereinander einer der Grundpfeiler der Zusammenlebens sei. Klingt billig, ist billig. Ganz im Gegensatz zum neuesten Handtäschchen vom Designer nebenan.

Vielleicht geht es ihnen auch auf die Nerven, überhaupt von einer Marke ihren Lebensstil definieren zu lassen. Ich sage Ihnen, was diese ganze Arbeit mit Marken erzeugt: Die Anti-Marke. Den Wunsch, in einer Welt zu leben, die einfacher ist. Nicht überall Marken, Marken, Marken. Ich will meine eigene Marke sein! Meine eigene Persönlichkeit!

Bei BMW und McDonalds auf der Referenzliste ist das natürlich kein Widerspruch. Und wenn jeder seine eigene Marke ist, nur von anderen Marken in Menschenform umgeben ist und am Wochenende die Markenparty steigt, dann ist der Lebensstil natürlich auch in keinster Weise von einer Marke definiert. Klar, wenn die Hölle zufriert.

Bullshit extraordinaire.

Post

Fehlersuchbild

In Unkatzegoriert on 19. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , ,

Es ist ein verflixtes Ding mit der Zukunft. Die ist noch nicht eingetreten, sondern liegt immer vor uns und aus der immensen Komplexität der Einflussfaktoren, die bestimmen, was in Zukunft passieren wird, kann man ein schlüssiges und belegbares Modell zukünftiger Entwicklungen konstruieren und dies als bestmöglichen Ratschlag für das eigene Handeln nehmen. Eigentlich logisch, möchte man meinen. Man kann aber auch seiner inneren Glaskugel vertrauen, wie es John Naisbitt, ein illustrer Vertreter der sich selbst am meisten glaubenden Zukunftsforscher offenbar macht – scheint ein Megatrend zu sein. Zumindest erlaube ich mir, das daraus zu schließen, wenn er ohne explizit danach gefragt zu werden in einem Interview das hier zum Klimawandel sagt:

Was die sagen, ist mir egal. Sie können keine ihrer Aussagen belegen, legen keine Fakten auf den Tisch. Ein allgemeiner Konsens ist nicht gleichbedeutend mit einem Beweis. Schreiben Sie das auf: Konsens ist kein Beweis!

Konsens ist kein Beweis, da mag er ja Recht haben. In netten Momenten lasse ich das auch als Differenzierung der Argumentation durchgehen, denn ein Beweis ist mehr als bloße Übereinstimmung: Er ist die Verifizierung von als wahr angenommenen Behauptungen, die sich auf als wahr anerkannte Behauptungen stützt. Nun, in der Debatte um den Klimawandel ist die Beweisführung so weit gediehen, dass ein solches Argument – und auch andere, die Naisbitt in diesem Interview verlauten lässt – schon an der unteren Naivitätsgrenze zu verorten sind.

Und eigentlich auch gar nicht als Argumente bezeichnet werden können, diese Ehre haben sich seine Äußerungen nicht verdient. Eher kann man sie als eine sprachliche Ausdrucksform eines schon wörtlichen Subjektivismusdenkens sehen, das die eigenen Annahmen in den Mittelpunkt stellt und auch nur mit diesen operieren kann.

Zum Glück ist der Herr Naisbitt kein Chirurg geworden.

Post

Zukunftsforschung can kiss my ass

In Unkatzegoriert on 9. Juli 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Sich auf Kosten der Kreationisten zu amüsieren ist ja eine gerne vollzogene Tätigkeit. Auch zutiefst verständlich – anhand umfassender wissenschaftlicher Belege, deren Anzweiflung gerne mal vom Absurden ins Groteske rutscht und umgekehrt. Und religiöse Spinner – egal welcher Religion – sind natürlich dankbare Opfer für Spott und Häme, in ihrer Verbohrtheit und ihrer Gewissheit, um die wahre Gestalt der Welt zu wissen, ein Leuchtfeuer des Rückwärtigen. Zu Recht und verdient nicht ernst genommen.

Grundübel des Ganzen, von der kreationistischen Seite aus gesehen, ist die Anmaßung der Wissenschaft, nicht nur mehr über das reine Funktionieren der Welt zu sprechen, sondern auch über die Welt an sich zu sprechen, Aussagen darüber zu treffen, wie die Welt entstanden ist und wohin sie führt. Isoliert auf einzelne, funktionale Zustandsbeschreibungen kann die Wissenschaft auch nicht sein, es ist immer ein Fall von wenn und dann, dem kausalen Zusammenhang, ohne den Wissenschaft – und auch jedes Weltbild – nicht kann. Moment, höre ich schon die Einwürfe, Wissenschaft ist also strukturell auch nur ein Vorgang der Weltbilderschaffung!

Doch darauf ist die Antwort einfach: Verifizierbar oder falsifizierbar innerhalb intersubjektiv konventionalisierter Rahmenbedingungen, ein Prozess der Genese der bestmöglichsten Beschreibung von Welt. Das leistet die Wissenschaft; eine Hürde an der sich idealer Weise jedes Weltbild messen lassen müsste, um den gleichen Relevanzstatus zugesprochen zu bekommen.

Das hätten wir also geklärt, wenn Wissenschaft zu Ende gedacht wird, wird sie immer tradierte Weltentwürfe in Frage stellen. Und das ist auch gut so. Die Kreationisten mit ihren Museen und Wikis sind ein prägnantes Beispiel: konfrontiert mit der Tatsache, dass der Mensch aus einer Ursuppe entstanden ist, vielleicht sogar nur aus Zufall, ist es unumgänglich, dass sich ein restaurativer Backlash seinen Weg bahnt, von globalen Mustern des simplifizierten Erklärungsdenkens gesteuert und vielleicht deswegen auch so attraktiv. Denn die in vollem Umfang realisierte Tatsache, dass wir nur ein Fliegenschiss auf dem Antlitz eines unendlichen Universums sind, und nicht die Krone der Schöpfung, ist schon unverständlich genug. Vor allem, wenn man auf Basis eines rein funktionalen Bildes der Wissenschaft denkt, die Wissenschaft gut und schön ist, solange sie einem mit Annehmlichkeiten das Leben versüßt. Nicht, wenn die Wissenschaft die Eigenverantwortung allein dem Menschen zuspricht.

So ist auch die – zumindest in dezidiert wissenschaftlichen Kreisen, nicht wenn Zukunftsforscher, Ökonomen oder Verschwörungstheoretiker sich diesem Thema annähern – eigentlich nicht stattfindende Debatte um den Klimawandel ein Moment des Nicht-Akzeptieren-Könnens von kollektiver, eigener und struktureller Verantwortung. Wenn die Konsequenz offensichtlich wird, dass es eben keinen unbegrenzten Fortschritt geben kann, wie die reduziert-funktionale Rolle der Wissenschaft versprechen sollte, sondern der Mensch auch durchaus in der Lage ist, sich und seinen Lebensraum zu zerstören. Ach was, werden manche sagen, die Erde hat schon länger überlebt, aber das ist auch nicht der Punkt. Der liegt in der Frage nach dem Überleben der Menschheit.

So ist es auch kein Wunder, dass der so genannte Klimaschwindel-Diskurs nicht innerhalb der Wissenschaft geführt wird, sondern von eifrigen Amateuren größtenteils im Internet ausgefochten wird. Wie auch beim Intelligent Design sind auch in diesem Fall keinerlei verifizierbare Argumente zu finden, ganz im Gegenteil, ein wesentliches Merkmal des Klimaskeptiker-Habitus ist das Wissen um die unverfälschte Wahrheit, womit sich der Kreis wieder schließt, denn dieses Wissen kann nichts anderes sein als Glaube.

Der Vergleich belegt: Die Reduzierung der Naturwissenschaft auf ihren praktischen Nutzen führt geradewegs zurück in eine irrationale Gedankenwelt. Und zwar nicht nur den bekennenden religiösen Fundamentalisten, sondern potenziell auch denjenigen, der sich selbst als Fortschrittsmenschen empfindet.

Zitat hieraus. Glaube also, nicht in der rückwärtigen Form des Kreationismus, sondern in der entgegen gesetzten Richtung: Wenn der Fortschritt, an den wir alle glauben, religiöse Züge annimmt und sich mit halbgarer pseudowissenschaftlicher Argumentation verbindet. Und somit immer noch ein Postulat einer unbeschränkten Umwelt voraussetzt. Die es de facto nicht gibt. Kein Wunder, das dann auch in politisch, kulturell und sozial durchaus gebildeten Kreisen ein Skeptizismus einschleichen kann, der nicht mehr gesund ist. Und dem eigentlichen Fortschritt, einer als Verbesserung empfundenen Veränderung, im Wege steht. Sich vielleicht sogar als gefährlich erweist. Da kann jemand wie der Matthias Horx, der sein Geld mit unbegrenztem Fortschrittsglauben verdient, durchaus mal Kompetenzen zugesprochen bekommen, die er gar nicht hat. Scheint ein Trend zu sein.

Im Zweifelsfall einfach mal einen Experten – keinen selbsternannten – fragen. Und vorher sicherstellen, dass der kein Prophet ist, der gerade von seinem neuesten Berg runter gestiegen ist. Reflektieren kann da helfen.