Mit ‘Alltag’ verschlagwortete Einträge

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Heißen Kaffee bitte in den Schoss schütten

In Unkatzegoriert on 17. Februar 2009 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , ,

Ich habe hier schon des öfteren über die Unzulänglichkeiten der technischen Dokumentation und deren Verschränkung mit spezifischen Mentalitäten, die sich in strukturell festgefahrenen Organisationen beobachten lassen, geschrieben. Das ist zugegeben eine nette Umschreibung, welche die Tatsache, dass damit ein Durchschnittsmensch in einigermaßen guter geistiger und körperlicher Verfassung innerhalb von Stunden in den Wahnsinn und den Raubbau am eigenen Körper getrieben werden kann, mehr als nur verhehlt. Wie man nachlesen kann, war mein Grundtenor dabei also mehr verhalten als optimistisch.

Zu Recht, wie ich heute feststellen konnte.

Oder wie soll ich es auffassen, wenn in einem Benutzerhandbuch die Interface-Funktionen in zwei Kategorien aufgeteilt sind, von denen die zweite mit Funktionalitäten, die nicht benutzt werden sollten überschrieben ist? In rot natürlich. Aber ich bin guter Dinge, eine funktionierende Maschine ist, auch wenn sie ab und zu Menschen hineinzieht und verstümmelt wieder ausspuckt, immerhin eine funktionierende Maschine.

Ist ja schließlich nicht so, als ob das Fass jemals einen Boden gehabt hätte.

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Schreibtischtäter

In Unkatzegoriert on 21. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Auf dem Schreibtisch: Tastatur, Monitor, Maus und Telefon. Ein Stapel mit alten Briefumschlägen, einer Firmenbroschüre, darauf ein Plastikclip, wie er eigentlich zum Verschließen von Frischhaltetüten verwendet wird. Ich frage mich, wie der da hinkommt, ich kann mich nämlich nicht erinnern, ihn dahin gelegt zu haben. Linkerhand liegen 3 Filzschreiber – alle Kugelschreiber sind irgendwo verschollen, ein Umstand, der meiner Angewohnheit, beim Verlassen des Büros immer einen davon in die Hemdtasche zu stecken, anzulasten ist. Komischerweise kehre ich immer ohne Schreibgerät in der Hemdtasche ins Büro zurück.

Dann: drei Klebezettelchen in hellblau mit unleserlichen Notizen, eine leere Kaffeetasse und eine ebenso leere Flasche Mineralwasser. Etwas entfernt: zwei Pflanzen, ein Locher und eine Packung Tastaturreinigungstücher, die allerdings schon zu trocken sind, um damit irgendetwas anderes als verrostete Nägel abzuwischen. Dann beginnen auch schon die Grenzlinien zu den Tischen der Kollegen. Die könnten aber auch in China oder Indien stehen, das würde von den Distanzen keinen Unterschied machen. Dahinter die Fenster, geöffnet, es weht eine leichte Sommerbrise und gedämpft klingen die Geräusche des Alltags herauf. Gitterstäbe in den Fenstern sind keine zu sehen, ich bin nicht angekettet und auch die Tür ist offen. Zwischen hier und der Freiheit stehe nur ich – oder der Kitsch.

Man sagt, der wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an. Hier hört er auf.

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Kaffeevollautomat

In Unkatzegoriert on 19. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Es gibt eine überaus wichtige Regel, die man tunlichst beachten sollte, wenn man in der Kaffeeküche seine Koffeinration abholen will. Die Missachtung dieser Regel kann schwerwiegende Konsequenzen haben, von denen ein kaum unterdrückbarer Würgreflex noch die harmloseste ist. Im äußersten Härtefall – sofern man nicht in der Lage ist, ungefähr einen Zweidrittelliter klumpige Ex-Frischmilch zu entsorgen – wird darum gebeten, das Facility Management zu verständigen. Wenn das noch nicht im Haus ist? Nun, irgendeiner muss immer bluten – heute war ich es. Deshalb noch mal in aller Kürze zum Mitschreiben: erst riechen, dann gießen.

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Das ist doch kein Messer!

In Unkatzegoriert on 31. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , ,

Selten habe ich ein Stück Software gesehen, das dermaßen benutzerunfreundlich war und bei dessen Workflows einem beinahe schon der misstrauische Gedanke durch den Kopf gehen könnte, dass diese vor allem in Hinblick auf den zusätzlich laufenden Supportvertrag so gestaltet wurden. So gesehen ist das natürlich schon fast wieder intelligentes Design – pun intended. Oder aber die Entwickler gehören zu diesem Schlag Mensch, der beim Schuhebinden jedesmal die Schnürsenkel neu einfädelt, weil man sonst nicht garantieren könne, dass der Knoten halte.

Es ist ein Kreuz mit den externen Dienstleistern: Mit dem einem Auge schauen sie in dein Lastenheft und mit dem anderen auf deine Brieftasche. Und ich? Ich schaue mit beiden Augen in die nicht vorhandene Dokumentation. Super.

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Kaltakquise

In Unkatzegoriert on 25. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: ,

Über die gesamte Breite der Fußgängerzone ist ein Battalion junger Menschen mit den T-Shirts einer bekannten karitativen Organisation ausgeschwärmt. Als einer dieser engagierten Menschen eine auf dem Fahrrad vorbeifahrende Frau dazu anhalten – und das im wörtlichen Sinne – will, heute doch noch eine gute Tat zu begehen, indem er ihr Vorwärtskommen mit einem Griff an den Gepäckträger in ein klapperndes Straucheln verwandelt, wird mir ein bisschen mulmig.

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Startsequenz

In Unkatzegoriert on 17. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , ,

Bratwurst mit Senf im Brötchen? Check. Girlanden in den Baumkronen und lustig funkelnde Lichterketten? Check. Ein abgetrennter Bereich für die Kleinen? Check. Clowns sind ganz schön creepy, nüchtern betrachtet? Check. Ein gut bis sehr gut ausgestatteter Bierstand? Check. Billiger Rotwein aus knisternden Pappbechern, das Standesmerkmal der gehobeneren Lehmschicht? Check. Ein Eventprogramm der ganz besonderen Art? Check. Das Eventprogramm der ganz besonderen Art ist eine mäßige Lightshow und eine schlimmere Band, die das Publikum mit Hits von den 60ern bis heute verwöhnt? Doppelcheck.

Wish you were here? Check. Aber sowas von.

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Nein, das ist keine Herrenhandtasche

In Unkatzegoriert on 14. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: ,

Was man beim Besuch einer kulturellen Veranstaltung mit gemischtem Publikum jeden Alters unbedingt beachten sollte: Sitzkissen sind eine gute Idee. Daneben ist zu solchen Gelegenheiten auch eine erhöhte Toleranzschwelle gegenüber Mitmenschen nicht unnützlich – vor allem gegenüber solchen, die, wenn sie einen Spiegel vorgehalten kriegen, lauthals darüber lachen, weil zwischen Zerr- und Selbstbild doch Meilen dazwischen liegen. Nun ja, in deren Träumen vielleicht.

Ansonsten ist eine Veranstaltung dieser Art – die immer zu genehmer Stunde und in schöner Innenstadtlage abgehalten werden – teilweise mehr Freakshow als es beispielsweise Jim Rose und seine Kumpels sein könnten. Denn mal ehrlich, auch beim wildesten Spekulieren wird man niemals die Beweggründe von Personen erschließen können, die ein Sweatshirt mit dem nicht zu übersehenden Aufdruck ‘Dubai Polo Team’ tragen, das Glas Wein dazu locker in der Hand.

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Nein danke, ich rauche

In Unkatzegoriert on 10. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Zeitpunkt: Mittagspause. Eine Zigarette vor der Eingangstür, wie immer alleine, da der Rest der Kollegen entweder Nichtraucher ist oder das stickige Büro auf der Sonnenseite des Gebäudes zehn Minuten an der frischen Luft vorzieht. OK, nicht ganz frische Luft, da ich dort rauchend stehe, aber trotzdem. Auf jeden Fall ist das immer eine sehr gute Gelegenheit, die Pausengewohnheiten der anderen Arbeiterbienen zu beobachten. Denn nirgendwo sonst wird die tief eingefressene Routine – die Monarchin dieser vier Quadratkilometer, unter deren Szepter man sich Tag für Tag begibt – so offensichtlich wie in diesen Momenten. Da kommen immer die gleichen Gruppen des Weges, an deren Auftreten und Konfiguration man sofort die Herkunft erkennen kann; allerdings kann ich nicht sagen, warum gerade die IT-Leute Karohemden und Outdoor-Schuhwerk auftragen. Neben dem obligatorischen Handyhalfter am Gürtel und dem Multifunktionstaschenmesser, das die verwaschenen Taschen der Jeans ausbeult.

Reproduzierte Stereotypen im Sonderangebot? Hier sind Sie richtig.

Besonders interessant ist die abgebildete Hierarchie, die sich in der räumlichen Anordnung der einzelnen Personen wiederspiegelt. Natürlich ist das von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich, aber die harten Chefs erkennt man immer daran, dass sie immer an letzter Position gehen, wohl aus Gründen der Übersicht und der Kontrolle. Wer weiß schließlich, was die Jungs so anstellen, wenn man mal nicht hinguckt, oder noch schlimmer: ihnen den Rücken zudreht.

Grüppchen sind das eine Ding, einsame Wölfe das andere. Die gibt es ebenfalls, in geringerer Anzahl, aber nicht weniger auffällig. Meistens Führungskräfte aus den oberen Bereichen, bei denen man fast vermuten kann, dass sie nur einmal die Woche auf den Pott gehen – so eilig sehen die aus. Andere wiederum kann man gar nicht einordnen. Wie den beispielsweise, der da gerade eben aus seinem frisch gewachsten SLK-Kabrio ausgestiegen ist und mich nach dem Weg fragte. Der trug – neben einem gepflegten und nicht ganz billigen Anzug – eine Halskette, die wie etwas aussah, das sich Althippies in Handarbeit von Goldschmieden anfertigen lassen. Geschmacklos, teuer und in keinem Fall so persönlich, wie der Träger es sich einbildet. Sein Exemplar hatte allerdings noch eine besondere Funktion: der Anhänger war gleichzeitig ein Kehlkopfmikrofon.

Konvergenz, dachte ich mir.

Dann hab ich in aller Ruhe aufgeraucht.

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Wahrnehmungsdifferenzen im Rock

In Unkatzegoriert on 6. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , ,

Was denn das für eine zweitklassige Urlaubshotelmusik sei, fragt die Freundin, als ich mich nach getaner Musikauswahl an den Frühstückstisch setze. Nun gut, ich muss zugeben, dass der Song, der gerade seinen Anfang nimmt, für unerfahrene Ohren durchaus wie der Soundtrack einer lockeren Südseekomödie klingen kann – am besten noch mit Thomas Gottschalk in der Hauptrolle – aber trotzdem, eine solche Reaktion habe ich nicht erwartet. Vor allem nicht bei den Kinks.

Mit dem nächsten Song in der Playlist wird die Kurve ebenfalls nicht genommen. Denn seien wir mal ehrlich, auf welche Art und Weise kann man einem geliebten Menschen, der mit Tocotronic anstatt der Plattensammlung des großen Bruders aufgewachsen ist, einen Song nahebringen, der von einem tauben, blinden und stummen Jungen handelt, der trotz dieser Handicaps Flipperkönig werden kann?

Eben.

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Ein solides Fundament

In Unkatzegoriert on 4. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , ,

Dummheit oder Intelligenz? Vor dieser Frage stehe ich, wenn ich bemerke, dass da einer so unvorsichtig, oder auch tollkühn – so genau vermag ich da nicht zu differenzieren – war und Standardzugangsdaten nicht geändert hat. Das kann einerseits sehr dumm sein, von wegen Datensicherheit und so, andererseits aber auch eine unglaubliche Arbeitserleichterung. Ich weiß nur noch nicht, was unter welchen Umständen zutrifft. Aber das scheint hier auch eher Gesetz als Verbot zu sein. Wenn ich da nicht ganz durchblicke, ist das verständlich, und ich bezweifle, dass er überhaupt irgendjemanden gibt, der das tut. Das fängt schon bei der Telefonanlage an, die Weiterleitungen auf Anschlüsse schaltet, die wiederum auf andere Anschlüsse weiterleiten, die dann auf das immer gleiche Mobiltelefon weiterleiten sollten, es aber nicht tun. Oder einfach mal zwei Projektpartner, die eigentlich noch nichts voneinander erfahren dürften, zusammenschaltet. In der komischen Sprache, die wir verwenden nennt sich das dann ‘Conferencing’.

In manchen leichteren Momenten denke ich bei mir, dass wenn Rube Goldberg Firmengründer gewesen wäre, ich und die anderen 9/17er nun die Früchte seines Unternehmerschweißes ernten dürfen. Wenn es wenigstens so wäre, dass es aus dem Wald herausschallt, wie man hineinruft. So ist es aber nicht, vielmehr ist der Wald still – wie die Person, die nur auf E-Mails antwortet, wenn sie mal keine Neurosen füttert und pflegt – und schweigt. Ab und zu fallen einige Bäume um, aus unerfindlichen Gründen, dann muss irgendetwas passiert sein. Aber irgendwie läuft die Maschine weiter, und wenn ich einen lustigen Hut auf dem Kopf tragen würde, ich würde mich wie ein Affe fühlen – anstatt Schellen nur mit Maus und Keyboard an den Händen. Das macht auch Geräusche.

Lebensaufgabe wäre es, würde man sich der Aufgabe verschreiben, die Input-Output-Strukturen dieser Organisation zu kartieren. Aber vielleicht, und es sei mir verziehen, wenn ich damit in Wunschträumereien abdrifte, wäre es dann irgendwann möglich, mit der am richtigen Ort zur richtigen Zeit durchgeführten Maßnahme dieses System zum Zusammenbrechen zu bringen. Ich meine, ich habe jetzt schon das Gefühl, das nur ein Schmetterling zum falschen Moment durch das falsche Fenster in das falsche Büro fliegen muss, dort den falschen Administrator irritiert, der daraufhin die falsche Einstellung an der (falschen) Telefonanlage vornimmt, was die falschen Gesprächspartner zusammenbringen und letztendlich in einer befreienden maximalen Entropie enden könnte.

Also muss es doch für einen begabten Menschen ein leichtes sein, das Element zu finden, das alles zusammenhält. Erste vorsichtige Stichproben in dieser Richtung verliefen, wenn auch nicht sonderlich vielversprechend, so zumindest doch zufriedenstellend. Allerdings vermute ich, allein schon aufgrund des bereits bestehenden Ausmaßes an weißen Flecken in diesem diffizilen Gebilde, dass noch etliche andere hier ähnliche Absichten verfolgen. Es wird noch ein knapper Wettlauf werden. Der Pinky und der Brain haben allerdings schon einen Plan.

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Zwölf Uhr Mittags

In Unkatzegoriert on 1. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , ,

Sie sind zu viert. Alle Mann nebeneinander, die Straße einnehmend, als ob John Wayne ihr Vater gewesen wäre. Oder, um bei Western und Familienbeziehungen zu bleiben, vielleicht sind sie auch die vier Söhne der Katie Elder. Ein Vergleich, der nur einen Nachteil hat: Keiner der vier sieht auch nur im entferntesten so wettergegerbt und zerfurcht aus wie der bereits erwähnte John Wayne, der alte Nazi. Von den undefinierbaren, den Alkoholgenuss der folgenden Jahre schon erwartenden Gesichtszügen eines Dean Martin ganz zu schweigen. Nein, die vier hier, denen so offensichtlich die Straße gehört, sind nur die Vertriebsabteilung der benachbarten Firma, irgendwas mit Schaltplatinen und Messgeräten machen die. Zwar könnte man dieses Geschäft auch als den wilden Westen des deutschen Mittelstandes bezeichnen, aber das wäre doch zu viel an rauhbeiniger Romantik, die man da herantragen würde.

Aber den langsamen Gang in Zeitlupe, das muss man ihnen zugestehen, haben sie schon ganz gut drauf. Zwölf Uhr Mittags im Industriepark, auch wenn das Ziel nur der Discountbäcker unten an der Straße und eine Uhr in Großaufnahme nirgends zu sehen ist. Aber die Pose, die stimmt. Das mag auch an ihrem sehr gut aufeinander abgestimmten Outfit liegen. Schwarze Stoffhose, weißes Hemd, die Ärmel bis kurz unter den Ellenbogen hochgekrempelt. Die bleiche Krawatte – das Pistolenhalfter aller Anzugträger – entweder mit gelockertem Knoten oder, wie bei dem, der sich durch einen besonders breiten Gang hervortut, auch erst gar nicht vorhanden. Dabei sind es noch drei Tage bis zum Casual Friday, an dem man wöchentlich so richtig die Sau rauslassen kann. Der Eindruck, es bei diesem Kerl mit dem Rebell der Truppe zu tun zu haben, verstärkt sich dadurch noch, dass bei näherem Hinsehen er der Einzige ist, dessen Hose nicht so ganz zum Farbton der von den anderen aufgetragenen Hosen passen will. Sein Schwarz scheint sogar fast ins Graue zu gehen. Ob er sich das auch leisten kann? Dieses Ignorieren der herrschenden Konventionen? Offenbar.

Ich würde wetten, dass er auch der Erste ist, der beim Bäcker die Straße runter bestellen darf. Nicht weil er drängelt, sondern weil ihn die anderen vorlassen. Das er dann aber auch – wie der Rest – wahrscheinlich nur eine Frikadelle im Brötchen essen wird, das ist eine andere Sache.