Mit ‘Comic’ verschlagwortete Einträge

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Public Domain

In Unkatzegoriert on 30. Januar 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , ,

Wer ein klein wenig Spass an kontrastreichen, stark vom Ethos des Punk beeinflussten Schwarzweißbildern hat, der darf sich die 17 MB ruhig gönnen. Von was? Von dem hier:

First published in 2002 by AIT/Planet Lar, Public Domain is a collection of extras generated in 1996-98 during the creation of Wood’s first graphic novel Channel Zero. Consisting of unused pages, character designs, short stories, photography, and illustration, Public Domain is 145 pages of black and white artwork that is now available as a free PDF download here:
www.brianwood.com/downloads

Zu dieser Gelegenheit komme ich nicht umhin anmerken zu müssen, dass der Titel wirklich furchtbar passend ist. Im positiven Sinne, versteht sich. [via]

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X-Men expressionistisch

In Unkatzegoriert on 20. Januar 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , ,

Was die X-Men und deutsche Stummfilme miteinander zu tun haben?

Dumme Frage: natürlich erstmal nichts, es sei denn, dass gewisse, eigentlich zu unterschiedlichen Schulen gehörende ästhetische Merkmale zusammentreffen.

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Einmal hatte er sich an der Bar an einem Witz versucht. Er hatte Krisen – geschüttelt nicht gerührt – bestellt. Auf Nachfrage entschied er sich dann aber doch für eine kleine Fanta.

In Unkatzegoriert on 15. Januar 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,

Die Krise sei die momentan präsente Form der Bewältigung von Wirklichkeit, oder zumindest von dem, was wir mit diesem Wort benennen, sagen die Wissenschaftler. Vielleicht sei die Krise und deren Bewältigung auch schon seit Urzeiten, seit damals, als wir noch in Höhlen wohnten und nur fortgeschrittene Affenkinder waren, die von uns präferierte und im Gegenzug auch uns prägende Vorgehensweise, wenn wir vor dem stünden, was Welt sei. Jung und unschuldig damals noch.

Der Höhepunkt einer gefährlichen Entwicklung sei die Krise, der Punkt, an dem uns eine Entscheidung abverlangt werde, die mehr oder weniger existentiell sei. Mitunter sei die Krise auch schon mal permanent, oder, da der Begriff ursprünglich aus der Medizin komme vielleicht ein passenderes Wort, chronisch. Und überhaupt, eine Krise könne man gar nicht ohne ein anderes großes K denken, die Katastrophe. Die wäre die Konsequenz – wieder ein großes K – eines dauerhaften negativen Verlaufs der Krise.

Das mittlerweile kaum mehr unterschieden werden kann, wann denn etwas eine Krise ist und wann nur ein eher profaner, alltäglicher Entscheidungsprozess, das kann vielleicht der Hysterie der neuen Zeit geschuldet sein. Der Risikogesellschaft, in der wir gerne und oft auf Messers Schneide stehen und froh sein können, weil der Schleifstein vergessen wurde. Ich krieg die Krise, der Akku vom Handy ist schon wieder leer – auf diesem Niveau bewegen wir uns, wenn wir von Krisen sprechen. Und wir alle sind Krisenmanager unseres eigenen Lebens. Auf Lebenszeit unkündbar.

Die Krise und deren Bewältigung ist vielleicht auch ein nicht zu unterschätzender Faktor in unserer Fähigkeit, die Welt in geordnete und übersichtliche Strukturen zu brechen. Ich meine, die Bewohner des DC-Universums wüssten ja gar nicht mehr, wie ihnen geschieht und wer wo wann und wie was gemacht hat, wenn nicht alle paar Jahre eine reinigende Krise die unendlichen von ihnen bewohnten Welten rigoros vereinfachen würde. Interne Komplexitätsreduktion, die wiederum extern für den Leser auch die dringend benötigte Übersicht wiederherstellt. Sofern man in diesem Zusammenhang überhaupt von Übersicht sprechen kann.

Je immanenter die Krise erscheint, je mehr man das gute Fortbestehen der eigenen Existenz von der Überwindung der alltäglichen Krisen abhängig macht, desto mehr Wert misst man dem eigenen Leben bei. Wenn der Gang zum Supermarkt zur beinah unüberwindbaren Hürde wird, dann ist dessen Bewältigung ein beachtlicher Erfolg. Soll heißen, je schwerer wir uns das Leben machen, desto lebenswerter wird es. Solange man nicht Ground Zero erreicht und die Krise zur Katastrophe wird.

Katastrophenmanager, eine gute Berufsbezeichnung. Where’s my badge?

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Komplexitätsreduktion

In Unkatzegoriert on 5. Januar 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: , ,

Eines der größten Probleme, das Comics haben, ist die Handlungszeit, die Continuity. Einerseits sollen die Geschichten in einer erkennbaren Jetztzeit angesiedelt sein, andererseits dürfen die Helden nicht realistisch altern. Es gibt Comicfiguren wie die Simpsons, die per definitionem gar nicht altern. Die Marvel-Helden tun das sehr wohl. Der Autor Brian Michael Bendis hat als Regel, dass seine Figuren alle hundert Bände um ein Jahr Handlungszeit altern.

[Via]

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Helmpflicht

In Unkatzegoriert on 29. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Mit Wikingern hab ich es nicht so, außer dem gelegentlichen Hägar, dem lustigen Erik oder dem kleinen Wickie gibt es da kaum ein Erzeugnis der Medienindustrie, dass mein Interesse wecken kann. Das kann sich aber ändern, wenn ich mir Northlanders ansehe, eine bei Vertigo erscheinende Serie von Brian Wood, die zwar in der Vergangenheit spielen mag, aber ganz in Übereinstimmung mit den Strukturen einer retrofuturistischen Denkweise mehr auf das Heute und das Morgen abzielt:

On a socio-political level, I can find parallels from then to now: terrorism, the clash of cultures, the old vs. the new, warring states invading and colonizing each other, you name it. That the past is a window to the future, that since history is doomed to repeat itself, by looking back you are actually looking forward.

Previews zu den ersten beiden Ausgaben gibt es hier und hier.

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Polizeischülerin

In Unkatzegoriert on 23. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Die Idee ist gut, aber die Bandbreite noch nicht bereit. Zumindest ich muss länger warten, um die Zuda Comics lesen zu können. Von denen gibt es jeden Monat zehn neue Serien zu lesen, von denen die von den Lesern am besten bewertete zur fortlaufenden Serie wird. Dahinter steht DC Comics, und ich bin mal gespannt wie sich das entwickeln wird. Interessante und qualitativ hochwertige Sachen gibt es da einige – The Crooked Man beispielsweise – nur an den Ladezeiten und dem recht frickeligen Flashinterface sollten die Jungs noch arbeiten. Dann klappts auch mit dem Nachbarn.

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Alles Gute kommt von oben

In Unkatzegoriert on 20. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Vorweihnachtliche Oppositionen und verhärtete Fronten: Viele Menschen wünschen sich zu Weihnachten gerne Schnee, der vom Himmel fällt. Kleine, flockige Eiskristalle, die zum Fest die richtige Stimmung zaubern und die man mit der Zunge auffangen kann. Nicht alle natürlich, andere haben Angst, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.

Alle 100 Jahre ein Meteorit ist da doch ein ganz annehmbarer Kompromiss.

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Spuren

In Unkatzegoriert on 6. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Wenn der eigene Ton in der Lautstärke der Welt untergeht und mit ihm alles, was man erschaffen hat. Dann ist der einzige Trost, dass vielleicht irgendwann irgendjemand die zurückgelassenen Brotkrumen aufsammelt. Hoffentlich aus Interesse, wohlgemerkt. Aus Signal to Noise, einer tollen Kollaboration von Neil Gaiman und Dave McKean.

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Mund fusselig geredet, schon wieder Sprechblasen

In Unkatzegoriert on 28. November 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , , ,

Wer die Bilder der sich gerade in der Produktion befindenden Watchmen-Verfilmung nicht mitbekommen hat, der kann das hiermit nachholen – auch wenn ich ob der Qualität der Umsetzung skeptisch bin, schließlich hat Zack Snyder schon vorher gezeigt, dass eine differenzierte Inszenierung nicht zu seinen Stärken zählt. Etwas, dass bei einem Werk wie Watchmen aber an erster Stelle im Lastenheft stehen muss.

Aber warum den Teufel an die Wand malen, wenn man den inneren Fanboy komplett von der Leine lassen kann: Mit der Rekonstruktion von Tales of the Black Freighter, dem Comic im Comic, oder zehn außergewöhnlichen Menschen, denen man gerne die Hand schütteln, aber vielleicht nicht unbedingt im Dunkeln begegnen möchte.

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Superhelden, Subtexte & schlechte Ideen

In Unkatzegoriert on 24. November 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Die 99 islamischen Superhelden hatte ich hier schon mal erwähnt, und jetzt gibt es in der Süddeutschen einen Artikel, der noch einige Hintergrundinformationen mehr liefert. Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, dass Superhelden ein global anschlussfähiges Medium sind, die nicht auf eine Bedeutungsebene festgelegt sind. Sondern durch Projektion verschiedenster kultureller Mythen erst ihre Wirkung entfalten.

Wenn man Captain America als die Verkörperung eines positiven, aus europäischer Sicht natürlich strunznaiv erscheinenden amerikanischen Patriotismus sieht, und ihn dann mit der zugewiesenen politischen Position von Green Arrow konterkariert, wird klar, dass Superhelden wohl für jede politische, religiöse oder kulturelle Integration geeignet sind. Als Symbolwerte also durchaus rein wertneutrale Formbildungen und somit populäre Kommunikationsweisen sein können. So gesehen sind islamische Superhelden keine erstaunliche Erscheinung, sondern nur konsequenter Ausdruck des Anknüpfens an globale Kommunikationszusammenhänge. Männer in Unterhosen als globaler Diskurs, wenn man so will.

Interessant bleibt aber die offene Frage, wo dann die Grenze zwischen globalem Mythos und individueller Aneignung zu ziehen ist. Wenn Superhelden nicht als global vereinendes Medium in Erscheinung treten, sondern vielmehr die totale Inklusion des eigenen Weltbildes und der eigenen Werte vollzogen wird, das Aufladen mit einem Zuviel der eigenen kulturellen Bedeutung eben die Globalität des Mediums übersieht. Dann wird es brenzlig, denn dann bewegen wir uns in gefährlichen Bereichen, vor allem wenn extreme politische Standpunkte plötzlich in Superheldenpose daherkommen. Denn Extremismus – damit einhergehend die Verneinung anderer legitimer Perspektiven – hat wie die Superhelden auch eine Qualität des Anknüpfens, denn er vereinfacht komplexe Zusammenhänge auf ein ungültiges Maß, in dem zwischen gut und böse vielleicht Grauzonen existieren können, im Zweifelsfall aber immer klar ist, wer die Kugel verdient hat.

So gesehen ist Extremismus auch eine attraktive Option, die, gekoppelt mit aufladbaren übermenschlichen Ikonen, umso gefährlicher wird. Und bei aller handwerklicher Raffinesse, es gibt Autoren – und hiermit ist jeder gemeint, der in irgendeiner Form die Rolle des Erzeugers eines kulturellen Werkes, mehr oder weniger auf wirtschaftliche Verwertbarkeit gebürstet, einnimmt – bei denen diese Grenze schon lange überschritten ist. Moment, höre ich da schon einen Einwurf von der Seite kommen: Was soll all das Gerede über Superhelden als globale, vereinende Form der Expressivität, wenn Du doch mit diesem Text nichts anderes sagst, als dass Du nur Frank Miller wegen seiner zweifelhaften politischen Äußerungen ans Bein pissen willst?

Gerechtfertigt, möchte ich da sagen, aber lasst mich zwei Dinge hinzufügen. Erstens haben das andere schon besser getan, und zweitens muss man gerade wegen dieser leicht instrumentalisierbaren Wertneutralität von Superhelden besorgt sein. Denn gerade an der Schnittstelle von Politik und Popkultur, also nicht nur in Comics, sondern auch in der Musik und dem ganzen Rest, kann sich schnell eine extremistische Position unter dem Banner einer kollektiv gültigen Perspektive verbreiten. Denn wenn die Comicschreiber und die Bands das so sagen wie sie es sagen, dann ist ganz schnell der Anschein einer gerechtfertigten Sichtweise geweckt. Zwar muss eine Demokratie ihre Extremisten im demokratischen Diskurs aushalten können, aber das ist kein Grund, ihnen die Erkenntnis einer wie auch immer gearteten Wahrheit über die Welt zuzugestehen, denn die kann in ihrer reduzierten, auf Gut und Böse, Schwarz und Weiß gebrachten Form eben das – die Annäherung an einen legitimen Weltanspruch – nicht leisten.

Deswegen ist Batman vs. Al Qaida eine schlechte Idee, deswegen ist neoliberaler Glaube an das Richtige eine schlechte Idee, deswegen ist bedingungslose Solidarität mit irgendwas außer konventionellen, von jedem unterschreibbaren Grundannahmen eine schlechte Idee. Von diesen schlechten Ideen gibt es nur leider viel zu viele.

Das hier zu schreiben war vielleicht auch eine.

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Kryptonit

In Unkatzegoriert on 16. November 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,

Chemie war nie meine Stärke. Vielleicht hat mir zu Schulzeiten das motivierende Element gefehlt, das mein Interesse schon damals hätte entfachen können. Etwas wie das Periodensystem der Superhelden beispielsweise. Wundervoll, aber zu spät.

[Via]