Mit ‘Hey Punk!’ verschlagwortete Einträge

In Unkatzegoriert on 8. August 2009 von Mark Mit Tag(s) versehen: Business Punk, Hey Punk!, Kultur 2.0
Wenn ich eine Zeitschrift machen würde, die – ich zitiere hier im Originalton – eine Wirtschaftszeitschrift für bekennende Alpha-Tiere, die das „Bösesein“ zum Prinzip erhebt, werden soll, dann würden mir alte Freunde hoffentlich aufs Maul hauen. Nicht unbedingterweise, weil ich eine Wirtschaftszeitschrift mache, sondern weil ich auf dem, was an Phrasen aus meinem Maul kommt, hängen geblieben bin. Da hab ich es dann auch verdient, das man mich auf selbiges haut.
So weit ist das natürlich nicht bemerkenswert.
Sollte ich allerdings noch auf die Idee kommen, das Ding „Business Punk“ zu nennen, dann müsste ich mir noch eine Frage beantworten. Eine Frage, die bei einem solchen Titel zwangsläufig ist und die darauf abzielt, herauszufinden, ob da eine Ausgabe nur – haste mal, oder? – einen Euro kosten darf und ob es sinnvoll ist, als Gegenwert beim Kauf nicht angepöbelt und nicht angespuckt zu werden. Aber das nur am Rande, Deutschlands Wirtschaftselite ist bestimmt schlau genug, nicht für alten Wein aus neuen Schläuchen zu bezahlen.
Wenn die Hölle zufriert.

In Unkatzegoriert on 26. Februar 2009 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hey Punk!, punk, punkrock, The King Blues, What if Punk never happened
Nur ganz kurz: Schon lang nicht mehr einen so tollen Song von der Insel gehört, der mir so aus dem Herzen spricht wie kaum etwas in den letzten sechzehn Jahren. Und das ich den mit Malaien teilen darf, ist umso toller. Faule Leute dürfen auch nur den Text lesen, den gibts auch hinter dem Link. Lohnt sich durchaus, auch wenn der alte Witz – How many punks does it take to change a lightbulb? None, punks can’t change anything – immer noch im Hinterkopf rumspukt und geifernd den Untergang der Welt erwartet.

In Unkatzegoriert on 24. Februar 2009 von Mark Mit Tag(s) versehen: Bäckerei, Bäckereifachverkäuferin, Fasching, Guided By Voices, Hey Punk!, Hosenstall, Karneval, Persönliches & Alltag, Polizeiuniform
Die fünfte Jahreszeit begegnet mir heute in Gestalt einer Polizeiuniform, deren Übergröße die ansonsten auch nicht gerade stämmige Bäckereifachverkäuferin noch schmächtiger erscheinen lässt. Immerhin, die Finger schaffen es noch aus den senfgelben Ärmeln heraus und sind in der Lage mir die gewünschte Laugenstange zu reichen. Bei Entgegennahme des Wechselgelds fällt mir auf, dass der Hosenstall des Fräuleins Wachtmeister – so nennen sie einige Witzbolde in der Schlange hinter mir und amüsieren sich auf entsprechendem Niveau – offen steht. Passend, denke ich, und mache auf dem Rückweg einen weiten Bogen um alle Pfützen.
Der Song dazu ist dementsprechend auch ein Klassiker. Zum mitgröhlen hier.

In Unkatzegoriert on 29. Januar 2009 von Mark Mit Tag(s) versehen: Feuilleton, Hey Punk!, punk, punkrock, Ramones
Kein Popsong formulierte überzeugender, wie stumpf es sich anfühlt, wenn man sich nichts zu sagen hat. Angenehm stumpf, wie Andreas Dorau sagt. Oder um die Undertones zu bemühen, selbst große Künstler der stumpfen Pop-Punk-Miniatur: „It’s never too late for dumb entertainment.“ Um stumpfe Unterhaltung so unterhaltend hinzubekommen, muss man schon ziemlich clever sein. Wie viele Stücke der Ramones hat auch dieses die schlagende Wirkung eines gelungenen Comics. Überhaupt inszenieren sich die frühen Ramones gern als fleischgewordene Comicfiguren. Davon haben sich später die Beastie Boys einiges abgeschaut, ebenfalls Juden aus New York.
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, das Popjournalismus sterben muss, damit Punk leben kann. Manchmal denke ich mir dagegen auch, dass Popjornalismus auf keinen Fall sterben darf, denn sonst lebt Punk nicht mehr; zumindest der Punk, den das Feuilleton sich unter Punk vorstellt. Manchmal, das kommt aber nun wirklich selten vor, beinahe könnte man meinen, so gut wie gar nicht, erscheint es mir auch wie eine glückliche Fügung, dass die Feuilletonpunker das was sie schreiben da schreiben, wo sie auch hingehören.
Zum letzten Satz darf man gern den allseits bekannten Song von Cotzbrocken anstimmen.

In Unkatzegoriert on 16. Dezember 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hey Punk!
Irgendwo zwischen dem Wunsch, alles niederzubrennen, weil nur aus Asche Neues entstehen kann, und der Einsicht, dass man damit nur das Panini-Abziehbild eines durchschnittlichen Bond-Bösewichts aus der Roger Moore-Ära darstellen wird. Das hier fasst alles zusammen.
Ich meine, was soll ich da noch sagen? Und wo sind meine Streichhölzer?

In Unkatzegoriert on 6. November 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Alter Mann halts Maul, Hey Punk!, Honda Jazz, punk, Vernunft
Wenn je irgendwann eine Liste der Gründe erstellt wird, warum man all die komischen kreativen Leute mit alternativ angehauchter Vergangenheit – oder noch schlimmer: einer momentanen Eigenverortung darin – in den Werbeagenturen dieser Welt an die Wand stellen sollte, dann dürfte der hier einen der obersten Plätze belegen.

In Unkatzegoriert on 3. November 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hey Punk!, punk
Wenn der Punk da gleich nochmal gestorben ist, dann dreht er sich hier erst recht im Grabe um. Als ob die Jugend von heute nicht gelernt hätte, dass man über Tote nicht schlecht reden soll – oder, als einforderbares Minimum, zumindest nicht deren Leichentuch aufträgt.
Halt’s Maul Alter Mann wäre übrigens ein guter Bandname. Muss ich mir merken.

In Unkatzegoriert on 23. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Dekolletés, Elton John, Hey Punk!, Na Danke!, Partynacht, RAC, Rockdisco, Rollrasen
Eine Disco. So sagt man hier dazu, Club können das meinetwegen die Berliner oder die Hamburger nennen. Noch besser: eine Rockdisco. Die Wände sind mit Auslegware beklebt, lila vielleicht, aber das kann man im Halbdunkel schlecht einschätzen. Unterbrochen von Plakaten, die abwechselnd eine Veranstaltung – mit dem Motto „Respect to Sir Elton John – Die Partynacht mit Rollrasen“, daneben das Logo eines örtlichen Rollrasenvertriebs – oder Produkte der CMA anpreisen. Die Jack Daniels-Fahne neben dem Eingang könnte man da beinahe übersehen. Publikum gemischt, darunter etliche Damen älteren Jahrgangs, auf deren ausladendem Dekolletés ich meine Cola abstellen könnte, und ein junger Mensch mit RAC-Slogan auf dem T-Shirt, in dessen Gesicht ich meine Faust parken könnte. Die Musik ebenfalls eine Mischung aus alten Klassikern und, nun ja, neueren Klassikern, die man alle schon öfter gehört hat, als einem lieb sein kann.
Ich gehe als erster, der Gnom hinter der Kasse grunzt zum Abschied.

In Unkatzegoriert on 9. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hey Punk!, Musik, punkrock, Roboter, Wissenschaft
The robot reacts to the level of „punk“ in the song. The more punk it believes the song is, the more it pogos in a „happy and frenzied way“, said Professor McOwan. (…) „It’s real-time signal processing and robotic control in a fairly hostile environment – in a mosh pit with lots of sweaty punks.“
Bei solchen Sachen bereue ich es, die Informatik an den Nagel gehängt zu haben.

In Unkatzegoriert on 9. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hardcore, Heute hören wir Elektropop und übermorgen Slayer, Hey Punk!, Joe Coffee, Musik, NYHC, Paul Bearer, punk, Sheer Terror
Vor kurzem bin ich wieder darauf gekommen, dass meine – vielleicht ungesunde, aber wer kann das schon sagen – Affinität zu der Musik von Sheer Terror in keinster Weise mit dem Eintritt in ein gesetzteres Lebensalter ein Ende gefunden hat. Nun kann man von dieser Band halten, was man will, aber hinter deren Prolligkeit steckte und steckt mehr Intelligenz als bei anderen Bands dieses Schlages – Nein, ich nenne keine Namen – bei denen hinter der Fassade des harten urbanen Straßenkämpfers nichts mehr zu finden ist, dies aber trotzdem für die subkulturelle Legendenbildung ausreicht. Dann doch lieber den Herrn Reverend und seine neue Band, für deren Debütalbum ich gerade die Brieftasche gezückt habe, weil es swingt und rockt und alles richtig macht – etwas, das in diesen Zeiten selten genug vorkommt, weil in musikalischer Hinsicht früher wirklich alles besser war.
Ohne Scheiß und falsche Bescheidenheit jetzt.

In Unkatzegoriert on 13. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Attitude Alter!, Hey Punk!
Wenn mein Leben ein Deutschpunksong wäre, dann wäre es mittlerweile schon längst vorbei. Also muss mein Leben einer dieser Deutschpunksongs sein, die meinen, länger als drei Minuten dauern zu dürfen. Am besten noch mit langen Instrumentalparts, die von leidlich begabten Musikern nur mit letzter Not vor der endgültigen Atonalität gerettet werden können – aber das fällt wegen der miesen Produktion, die man gutgelaunt ‘krachig’ nennen würde, kaum auf.
Und der Refrain, der kickt immer noch. Weil: Die Attitüde zählt.