Getaggt mit Hund

Treue Augen stinken nicht

Andere Namen für den alten Hund, die im vergehenden Jahr vorgeschlagen wurden und von denen sich bisher mehr oder weniger leider keiner so richtig durchsetzen konnte, waren unter anderem: Schlafsack, Klöter (eine Synthese von Köter und Klöten), Wichswurst, Herr Fienzke, Erdnussflip, Schlurch und seit neuestem auch Wurstrakete. Nähere Umstände der Herleitung, vor allem des letzteren Namens, seien dem Leser an dieser Stelle erspart.

Es muss ja schließlich nicht alles breitgetreten werden.

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I wanna be your dog

Die Freundin sagt manchmal, während sie den speckbackigen Hund betrachtet, der wie eine zufriedene Made in seinem Körbchen vor sich hin schnarcht, dass sie gerne ein Hund wäre. Darauf antworte ich dann meistens, dass sie das nur aus der Perspektive ihres Menschseins so sagen könne. Weil, denke ich mir dann immer, wenn sie ein Hund wäre, dann hätte sie ja gar keine Ahnung davon, wie es wäre ein Mensch zu sein. Das kann man jetzt gerne Binsenweisheit nennen.

So als persönlicher Kommentar hierzu passt es aber.

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Der Hund ist ein politisches Tier

Ein erfolgreicher Spaziergang mit dem Hund hat drei tragende Komponenten. Da wäre erstens die obligatorische Begegnung mit einem größeren Exemplar dieser Haustierspezies, welches, sofern männlich, sofort von der Seite angemacht wird. Das ist immer ein tolles Bild, als ob ein schlanker Danny DeVito sich einen dieser übergestählten 150-Kilo-Wrestler vornehmen wollte. Die zweite Komponente ist zurückgelassenes Fresswerk. Erst als Hundebesitzer wird einem klar, in welchen Mengen die urbane Bevölkerung ihre Nahrung in Büschen und an Straßenrändern zurücklässt. Und wenn Hundeaugen immer die Frage ‘Isst du das noch?’ stellen, dann ist der abendliche Auslauf sowas wie ein Schlemmerbuffet. Auch wenn nach dem Genuss eines Restdöners mit Scharf gerne mal eine gute halbe Stunde lang gehustet wird. Das Herrchen schwankt dann immer zwischen Mitleid und, bei der letzten Komponente, durchaus amüsierter Befriedigung. Denn zu guter Allerletzt wird, nicht immer, aber wenn dann richtig, noch herzhaft in den Hauseingang der örtlichen FDP-Zentrale gestrullt.

Zur Verteidigung: Der Vehemenz dieser unlauteren Tat und der vorhergehenden Schnüffelattacke – Hey, ein unbeabsichtigtes Wortspiel – nach zu urteilen, müssen das alle Hunde in der Nachbarschaft so machen. Was wiederum zur FDP passen würde, da scheißen auch alle auf den größten Haufen, zumindest wenn man nach der englischen Übersetzung dieses blumigen Idioms geht.

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