Mit ‘Klimaschwindel’ verschlagwortete Einträge

In Unkatzegoriert on 28. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Klimaschwindel, Klimawandel, Politik, Verschwörungstheorie
Schon länger her: Da hatte ich mich an anderer Stelle schon mal gewundert, was denn der Zusammenhang zwischen dem Negieren eines menschlichen Einflusses auf das Klima und der auffallenden Verortung solcher Personen in einem bestimmten politischen Spektrum sein könnte. Über mehr als ein Fragezeichen – welches bei der Beschäftigung mit scheinbar rationaler Rhetorik, die letzten Endes aber immer ins Irrationale driftet, früher oder später wie die Hand Gottes über einem erscheint – bin ich da allerdings kaum hinausgekommen.
Andere sind bei der Beantwortung dieser Frage schon um einiges weiter [via].

In Unkatzegoriert on 2. April 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Klimaschwindel, Klimawandel, Kultur 2.0, Matthias Horx, Medial & Mehr, Meine Glaskugel sagt Du saugst, Vorhersage, Wissenschaft, Zukunft, Zukunftsforschung
Steht da wirklich in seinem Profil als FOCUS-CAMPUS-Tutor, und deswegen tritt der gute Mann wahrscheinlich auch bei den ‘Erfolgsmacher’-Seminaren des Focus auf. Aber Scherz beiseite, was der Matthias Horx der Welt da wieder erzählt [via], darf nicht unterschlagen bleiben. Man könnte ja sonst – hier, hier und hier – auf den Gedanken kommen, dass Zukunftsforschung wirklich etwas zu sagen hätte.
Ich denke, dass lebenslange Bildungsbiografien entstehen werden, in denen immer mehr Menschen auf Universitäten gehen. Nicht nur in der Jugend, sondern auch phasenweise im Alter.
Für diese Einsicht muss der Herr Horx lange geforscht haben. Nun ja, vielleicht hat er auch nur beim statistischen Bundesamt angerufen und nett gefragt, was denn die aktuellen Statistiken sagen. Die sind da recht freundlich und hilfsbereit und haben ihm auf seine eventuelle Anfrage vielleicht mitgeteilt, dass er sich da das und das mal ansehen solle. Hat er dann vielleicht getan und sich gefragt, ob das denn so weitergehen würde und ob man da nicht was drüber schreiben könnte, man darf sich ja nicht rar machen auf dem Büchermarkt. Und Zukunft geht immer, Vergangenheit dagegen kann man keinem verkaufen.
Ich begreife Zukunftsforschung als universalistische Wissenschaft, in der sich Wirtschaftswissenschaft, Systemtheorie, Soziologie, Evolutionsbiologie und noch 15 andere Disziplinen vereinen (…) Allerdings ist mein Ansatz universeller und interdisziplinärer. Und auch riskanter, weil ich mich nicht so sehr auf eine akademische Disziplin beziehe.
Wenn er damit eigentlich meinen sollte, dass er auf die wissenschaftliche Grundlage und Absicherung seiner Thesen verzichtet, um stattdessen mit wissenschaftlich klingendem Duktus vorzutragen, dass alles gut werde und wir nur endlich mal diesen deutschen Jammer-Pessimismus ablegen sollten, dann, ja dann würde ich ihm beipflichten. Meint er aber wahrscheinlich nicht, und das ist suboptimal, wie ein kleiner Teil meines Freundeskreises sagen würde.
Aber mal abseits aller Polemik: Vielleicht bin ich auch das falsche Zielpublikum für sowas, nicht umsonst habe ich angehende Führungskräfte schon schlimmeren Unsinn goutieren sehen. Kotzende Pferde sind ein Dreck dagegen. Echt jetzt.

In Unkatzegoriert on 8. Februar 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: asides, Greenwashing, Klima, Klimaschwindel, Klimawandel, Nachhaltigkeit, PR
Der Klima-Lügendetektor ist da zwar etwas plakativ, macht aber dennoch prima Arbeit, wenn es um die Nachhaltigkeit geht, die so gerne propagiert, aber nur leidlich umgesetzt wird. Sagen und Tun ist ein Unterschied, den PR erst begreifen muss.

In Unkatzegoriert on 28. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: CO2 Neutralität, Klimaschwindel, Klimawandel, Kultur 2.0, Nachhaltigkeit
Es wird geschätzt, dass der Markt des freiwilligen CO2-Ausgleichs im Jahre 2010 450 Millionen Euro wert sein wird. Diese Herangehensweise an den in Mode gekommenen Klimawandel ist grundsätzlich fragwürdig. Der Kundschaft wird vorgegaukelt, man könne so weitermachen wie bisher. Anstatt Konsumteilnehmer und Institutionen zur tief greifenden Änderung von Verbrauchsmustern und zur Restrukturierung von Gesellschaft und Ökonomie zu animieren, wird suggeriert, dass allein durch die Zahlung eines kleinen Geldbetrags keine Einschränkungen im Lebenswandel nötig seien.
Ökonomisch nachhaltig bedeutet nicht ökologisch nachhaltig. Was man mit Geld alles machen kann – grünen Ablasshandel zum Beispiel – darüber gibt es mehr bei Telepolis.

In Unkatzegoriert on 19. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Beweis, Du und der Horx, John Naisbitt, Klimaschwindel, Klimawandel, Konsens, Kultur 2.0, Medial & Mehr, Zukunft, Zukunftsforschung
Es ist ein verflixtes Ding mit der Zukunft. Die ist noch nicht eingetreten, sondern liegt immer vor uns und aus der immensen Komplexität der Einflussfaktoren, die bestimmen, was in Zukunft passieren wird, kann man ein schlüssiges und belegbares Modell zukünftiger Entwicklungen konstruieren und dies als bestmöglichen Ratschlag für das eigene Handeln nehmen. Eigentlich logisch, möchte man meinen. Man kann aber auch seiner inneren Glaskugel vertrauen, wie es John Naisbitt, ein illustrer Vertreter der sich selbst am meisten glaubenden Zukunftsforscher offenbar macht – scheint ein Megatrend zu sein. Zumindest erlaube ich mir, das daraus zu schließen, wenn er ohne explizit danach gefragt zu werden in einem Interview das hier zum Klimawandel sagt:
Was die sagen, ist mir egal. Sie können keine ihrer Aussagen belegen, legen keine Fakten auf den Tisch. Ein allgemeiner Konsens ist nicht gleichbedeutend mit einem Beweis. Schreiben Sie das auf: Konsens ist kein Beweis!
Konsens ist kein Beweis, da mag er ja Recht haben. In netten Momenten lasse ich das auch als Differenzierung der Argumentation durchgehen, denn ein Beweis ist mehr als bloße Übereinstimmung: Er ist die Verifizierung von als wahr angenommenen Behauptungen, die sich auf als wahr anerkannte Behauptungen stützt. Nun, in der Debatte um den Klimawandel ist die Beweisführung so weit gediehen, dass ein solches Argument – und auch andere, die Naisbitt in diesem Interview verlauten lässt – schon an der unteren Naivitätsgrenze zu verorten sind.
Und eigentlich auch gar nicht als Argumente bezeichnet werden können, diese Ehre haben sich seine Äußerungen nicht verdient. Eher kann man sie als eine sprachliche Ausdrucksform eines schon wörtlichen Subjektivismusdenkens sehen, das die eigenen Annahmen in den Mittelpunkt stellt und auch nur mit diesen operieren kann.
Zum Glück ist der Herr Naisbitt kein Chirurg geworden.

In Unkatzegoriert on 14. Dezember 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Dummbeutel, Klimaschwindel, Klimaskeptiker, Klimawandel, Kultur 2.0, Medial & Mehr
Die entsprechenden Szenarien liegen jenseits dessen, was wir Menschen für real halten. Die Perversion liegt darin, dass jene so genannten Skeptiker, die uns Normaldenkenden das Wegdenken vordenken, als Optimisten empfunden werden. Sie scheinen die Lösung eines Problems zu liefern, ohne dass ein Zentiliter Hubraum dafür aufgegeben werden muss.
[Via]

In Unkatzegoriert on 31. Oktober 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Klimaschwindel, Klimawandel, Kultur 2.0, Wirtschaftsjournalismus
Das die Ökonomie eigenen Gesetzen folgt, die mit Verantwortung und dem, was heute gerne mit Nachhaltigkeit beschrieben wird, generell mal wenig bis gar nichts zu tun, das beschreibt Fritz Vorholz in einem lesenswerten Zeit-Artikel. Der, auch wenn man die Prognose mit der ihr innewohnenden Unsicherheit bedenkt, ein erschreckendes Bild zeichnet. Da stellt sich die Frage, ob das ganze Gedöns vom nachhaltigen und grünen Wirtschaften, das in jedem größeren Unternehmen mittlwerweile intern und extern einen nicht unbeachtlichen Teil der propagierten Wertepfeiler darstellt, nicht das Papier wert ist, auf dem diese Inhalte formschön als Hochglanzbroschüren gedruckt werden.
Umso erfreulicher ist es, wenn dann mal gezeigt wird, dass wenigstens nachhaltiger Wirtschaftsjournalismus möglich ist. Die Hoffnung ist noch nicht verloren, stirbt aber vielleicht zuletzt.

In Unkatzegoriert on 22. Oktober 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Deppenfeuilleton, Falsifikation, Karl Popper, Klimaschwindel, Kultur 2.0, Medial & Mehr
Warum ist es eigentlich erlaubt, wenn man Unsinn schreibt, der einer näheren Untersuchung nie standhalten kann, immer Karl Popper zu zitieren? Denn wenn alles widerlegbare Theorie ist, dann kann auch der eigene Standpunkt nur relativ vertreten werden. Der ist in diesem Fall auch wohl nur in Relation zu den eigenen Scheuklappen zu sehen. Gewiehert wird trotzdem, beinahe wie ein Pawlowsches Pferd.

In Unkatzegoriert on 12. September 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Klimaschwindel, Klimawandel, Medial & Mehr
Die größte Gabe, über die der Mensch verfügt, ist die der Reproduktion dessen, was ihm zu recht vorgeworfen wird. Und auch wenn man meinen sollte, dass Journalisten als Vertreter eines Berufsstandes, der einen nicht unerheblichen Teil zur Konstruktion unserer kulturellen Umwelt beiträgt, zumindest den Versuch unternehmen müssten, ihren Wahrheitsanspruch kritisch zu sehen, bleibt doch wohl nur eins festzustellen: Das man im Spiegel nur sich selbst sieht.
Vielleicht ist es die schlechte Bezahlung, die mehr Meinung als Berichterstattung honoriert, vielleicht sind es die prekären Aussichten auf ein Leben ohne finanzielle Stabilität, wenn die Zeile und die dazugehörige Recherche nur noch soviel wert ist wie ein kleiner Cappuccino beim Discountbäcker, vielleicht fühlt man sich einfach nur angepisst. Vielleicht kann und konnte man einfach nicht differenzieren, eine erworbene Immundefizienz der eigenen kognitiven Prozesse. Ich weiß es nicht, und meine es auch gar nicht böse. Vielleicht.

In Unkatzegoriert on 6. September 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Klimaschwindel, Klimawandel
Auf den wichtigsten politischen Diskursfeldern – Sozialstaat, Irak-Krieg und Klima – ist der Versuch gescheitert, eine neoliberale und neokonservative Hegemonie zu errichten. Man kann das durchaus zusammen betrachten, denn es gibt auf diesen Feldern eine große Schnittmenge intellektueller Akteure.
Gefunden beim Professional Slacker. Zu diesem Zitat muss man sich noch die intellektuelle Bankrotterklärung eben dieser Akteure im Schlussabsatz dieses treffenden Kommentars in der Welt hinzudenken, der sich primär mit den leidigen Leugnern des hausgemachten Klimawandels beschäftigt. Die sich hoffentlich damit endgültig ins Aus geschrieben haben, denn was von dieser Seite geschrieben wurde war und ist peinlich bis beschämend. Wie pubertäre Jungs, die auf der Schultoilette paffen, aber damit prahlen, dass sie die filterlosen Gauloises auf Lunge rauchen würden. Und jeder weiß, dass dem nicht so ist.

In Unkatzegoriert on 20. Juli 2007 von Mark Mit Tag(s) versehen: Klimaschwindel, Medial & Mehr
Gerade gefunden: ein Nachtrag von Stefan Rahmstorf zum Klimaschwindel, an dem nur das Wörtchen Klima stimmt. Um das nur so kurz am Rande mal zu erwähnen.