Getaggt mit Medial & Mehr

Hallo SDZ Verlag

you-must-be-fucking-kidding

Du scheinst, zumindest was so das tolle Mitmachweb betrifft, mittlerweile in der Gegenwart angekommen zu sein. Anders sieht es, verzeihe mir bitte das in diesem Zusammenhang eher unangebrachte Wortspiel, an deiner Heimatfront aus. Denn im Schützengraben der lokalen Papierpresse lebst Du noch in der Vergangenheit.

Oder wie anders soll ich so etwas deuten?

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Vorlauferhitzer

Wenn mein Leben entlang der narrativen Struktur des privaten Frühstücksfernsehens verlaufen würde: Dann müsste ich mit zwei lockeren Sprüchen auf den Lippen aufwachen, dürfte auf dem taumelnden Weg ins Badezimmer nicht über den Studiohund stolpern und könnte das, was mich diesen Tag erwartet in knackigen Zweizeilern komprimieren. Während den Zwiegesprächen mit meinem Promiexperten und diversen Gästen würde ich dann Kaffee aus bunten Henkeltassen schlürfen, unterbrochen nur von regelmäßigen Konsumtätigkeiten.

Aber wenn ich es genauer betrachte, dann wäre die televisionale Entsprechung meines Lebens – zumindest der ersten zwei, drei Stunden meiner Tage – eher ein Testbild. Das mit dem markerschütternden Piepton.

Danach käme krawalliges Bildungsfernsehen.

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Nicht Littbarski, der Andere!

Von Seiten des deutschen Autors Günther Grass wird ihm gar in einem TV-Gespräch vorgehalten, in seinen wissenschaftlichen Analysen keinen Humor gezeigt zu haben, was Bourdieu einigermaßen die Sprache verschlägt. Später soll der Soziologe vorgeschlagen haben, die Aufzeichnung zu stehlen und zu verbrennen.

Ich würde beinahe behaupten wollen, dass damit das Gegenteil bewiesen ist.

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