Getaggt mit Medien

Dramatische Szenen

Es wird langsam Zeit, einen Begriff für den seltsamen Gesichtsausdruck, den Fernsehjournalisten aufsetzen, wenn sie mit einer Mischung aus automatisierter Betroffenheit und heischender Aufgeregtheit mit den neuesten Meldungen nüchtern gehen. Ein begleitendes Merkmal ist das Verhältnis von Gesagtem und dem, was es zu sagen gäbe; das Letztere ist meistens mit einem Minimum an Worten zu sagen, nur konkret wird dies selten.

Fakten hoch drei sind eben nicht nur aus dem Munde von Helmut Markwort uneingelöste Versprechen. Ich warte immer noch auf den Moment, in dem der Außenreporter, gebeutelt vom vorhergehenden Überschwang an vermeintlichen und daherspekulierten Tatsachen, auf die Frage, was es denn vor Ort Neues gäbe, mit einem einfachen ‘Nichts’ antwortet.

Aber zurück zu den Fernsehjournalisten: Besonders deutlich wird deren Beziehung zur Realität, wenn sie ohne vorformulierte Skripte etwas sagen müssen, etwa bei Eilmeldungen oder – es bringt nichts, das Kind nicht beim Namen zu nennen – Amokläufen.

Ich denke, Gefühlsflexibilität wäre da ein passender Begriff.

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Expertenwissen buchstabiert sich…

Schon der olle Luhmann sagte, dass die Wirklichkeit gar nicht zu erfassen wäre. Nur medial konstruiert, in die Raster der Öffentlichkeit gepresst und als vermeintliche Realität internalisiert könne man dieser Wirklichkeit, zumindest als Konzept gibt es sie ja, näher kommen.

Selten wird das so offensichtlich wie hier ab 5:25 [via].

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It’s Kerry King in a lab coat! Run!

Es gibt immer eine Person, die, sollte in kleinerem oder größerem Kreise eine humoristische Anekdote oder gar eine Zote erzählt werden, die Pointe erst nach verklungenem Gelächter, etlichem Nachfragen und bemühter Rekonstruktion dessen, was daran eigentlich komisch war versteht. Der Anfang einer solchen humoristischen Anekdote könnte in etwa so lauten:

Zum Weihnachtsfest bekam ich ein Abonnement der Zeit geschenkt, von der heute auch das erste Exemplar eintrudelte, zwar einige Stunden später als erwartet und nicht im dafür vorgesehen Briefkasten, aber dennoch. Beim Durchblättern sprang mir auch gleich ein kurzer Artikel, nein, ein Interview ins Auge. Und die Pointe? Nun, die könnte diesen Wortlaut haben.

Gute Witze sollten eben alle Jahre wieder erzählt werden.

Ich weiß nur nicht ob der wirklich komisch ist.

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