Mit ‘Musik’ verschlagwortete Einträge

In Unkatzegoriert on 9. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hey Punk!, Musik, punkrock, Roboter, Wissenschaft
The robot reacts to the level of „punk“ in the song. The more punk it believes the song is, the more it pogos in a „happy and frenzied way“, said Professor McOwan. (…) „It’s real-time signal processing and robotic control in a fairly hostile environment – in a mosh pit with lots of sweaty punks.“
Bei solchen Sachen bereue ich es, die Informatik an den Nagel gehängt zu haben.

In Unkatzegoriert on 9. August 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hardcore, Heute hören wir Elektropop und übermorgen Slayer, Hey Punk!, Joe Coffee, Musik, NYHC, Paul Bearer, punk, Sheer Terror
Vor kurzem bin ich wieder darauf gekommen, dass meine – vielleicht ungesunde, aber wer kann das schon sagen – Affinität zu der Musik von Sheer Terror in keinster Weise mit dem Eintritt in ein gesetzteres Lebensalter ein Ende gefunden hat. Nun kann man von dieser Band halten, was man will, aber hinter deren Prolligkeit steckte und steckt mehr Intelligenz als bei anderen Bands dieses Schlages – Nein, ich nenne keine Namen – bei denen hinter der Fassade des harten urbanen Straßenkämpfers nichts mehr zu finden ist, dies aber trotzdem für die subkulturelle Legendenbildung ausreicht. Dann doch lieber den Herrn Reverend und seine neue Band, für deren Debütalbum ich gerade die Brieftasche gezückt habe, weil es swingt und rockt und alles richtig macht – etwas, das in diesen Zeiten selten genug vorkommt, weil in musikalischer Hinsicht früher wirklich alles besser war.
Ohne Scheiß und falsche Bescheidenheit jetzt.

In Unkatzegoriert on 28. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Auto, Musik, Soziologie, Unernste Forschung
So ein Tag wie heute wäre hervorragend dazu geeignet, meine lange geplante kulturwissenschaftliche Feldstudie zum Verhalten autofahrender Individuen in Relation zu ihren auditiven Präferenzen durchzuführen. Denn erst wenn ein ausreichender Grund vorliegt, beispielsweise die herabbratende Sonne, eröffnet sich durch das Fehlen einer verzerrenden Barriere – die Autoscheibe – erst eine unmittelbare Beobachterperspektive. Soll heißen: Heute kann man den Leuten nach Belieben und ohne schlechtes Gewissen in die Autoinnenräume starren, da alle mindestens die Scheibe an der Fahrerseite heruntergelassen haben. Wenn sie nicht sogar ganz oben ohne im Cabrio unterwegs sind.
Diese Feldstudie würde sich hauptsächlich damit befassen, welche Aussagen man über das soziokulturelle Milieu der untersuchten Personen treffen könnte, wenn man das als qualitativ zu erschließenden Parameter nimmt, was diese im Auto hören. Mir schwebt da eine ausgeklügelte musikalische Bezugsmatrix vor, die tiefen Einblick in die sozialen und kulturellen Brüche unserer Gesellschaft bietet, ausnahmsweise ohne das Fehlen eines erstrebenswerten Ideals – etwas, welches funktional-systemtheoretisch denkenden Menschen gerne vorgeworfen wird.
Als ich heute allerdings erste Stichproben vornahm, war mir nicht mehr ganz klar, wie ich den Forschungsgegenstand mit einem Ideal vereinbaren könnte. Denn mal ehrlich: Wenn man an der Ampel nur Leute beobachten kann, die zu den 4 Non Blondes, Sido, Europe oder Nickelback abrocken, dann ist das neben schlechter Musik auch noch ein sehr undankbarer Untersuchungsgegenstand. Da verspürt man Lust, die professionelle Distanz gleich wieder sein zu lassen.
Ich als lizensierter Kulturpessimist bin darin auch immer sehr gut.

In Unkatzegoriert on 6. Juli 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Alltag, Come Dancing, Freundin, Musik, Pinball Wizard, The Kinks, The Who, Tommy
Was denn das für eine zweitklassige Urlaubshotelmusik sei, fragt die Freundin, als ich mich nach getaner Musikauswahl an den Frühstückstisch setze. Nun gut, ich muss zugeben, dass der Song, der gerade seinen Anfang nimmt, für unerfahrene Ohren durchaus wie der Soundtrack einer lockeren Südseekomödie klingen kann – am besten noch mit Thomas Gottschalk in der Hauptrolle – aber trotzdem, eine solche Reaktion habe ich nicht erwartet. Vor allem nicht bei den Kinks.
Mit dem nächsten Song in der Playlist wird die Kurve ebenfalls nicht genommen. Denn seien wir mal ehrlich, auf welche Art und Weise kann man einem geliebten Menschen, der mit Tocotronic anstatt der Plattensammlung des großen Bruders aufgewachsen ist, einen Song nahebringen, der von einem tauben, blinden und stummen Jungen handelt, der trotz dieser Handicaps Flipperkönig werden kann?
Eben.

In Unkatzegoriert on 27. Juni 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Afropunk, Hey Punk!, Musik, punk, punkrock
To some people, punk rock might have represented another wave of ethnic cleansing in Rock & Roll. However, that first wave of the New Wave was more integrated than most people might think. Several Black performers had key roles in punk bands during the prime early years (1976-83), particularly in New York, which, as the home of the Black Rock Coalition (a musician’s collective), has had a long involved history of Blacks playing Rock & Roll. This is a salute to the brothers and sisters that helped make it happen.
Frühe schwarze Punkrockgeschichte in aller Ausführlichkeit gewürdigt.

In Unkatzegoriert on 25. Juni 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Adorno, Chumbawamba, Hey Punk!, Musik, Pop
Es gab mal Zeiten, da waren Chumbawamba auf jeder Oberstufenparty und in jedem Bierzelt zu hören. Was die Befürchtung hätte nahelegen können, dass diese Menge an tickenden Zeitbomben irgendwann mal hochgehen muss. Doch die Kräfte der ökonomischen Integration haben das Schlimmste verhindert: Popmusik heißt nämlich nicht, dass die politische Botschaft auch als solche wahrgenommen wird. Im Gegenteil, erst mit der Kante des Rebellischen – oder im Falle von Chumbawamba, der Kante des feuchtfröhlichen Trinkliedes – wird Unterhaltung erst attraktiv – Inhalte sind sekundär. Das kann man scheiße finden oder nicht, ich bin zufrieden, solange mir noch jemand Feuer gibt.

In Unkatzegoriert on 23. Juni 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: 365 Tage, Hey Punk!, Mike Long, Musik, Tanzen, Video
Mike Long is a social rocktivist. He is vegan, and has been so for seven years. He is anti-racist, anti-sexist, anti-homophobic, pro-choice, and pro-party. He wishes that everyone would do whatever it is that they want to do, as long as they are not walking all over someone else’s civil liberties.
Der gute Mann hat sage und schreibe 365-mal im Jahr getanzt, meistens auch zu guten Songs. Meine Favoriten sind das, das und das. Letzteres sogar mit sehr gewitzter Medienreflexion, oder auch einem offensichtlichen visuellen Kalauer, bei dem man nur müde mit den Schultern zuckt. Alles gibt es hier zu sehen.

In Unkatzegoriert on 18. Juni 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hardcore, Hey Punk!, Musik, Na Danke!, Oi, punk, Religion, Ska
Also wenn es nach mir ginge, dann würde diese Liste einen treffenderen Titel tragen. Denn mal ehrlich, da eine Überschrift wie ‘List of christian Hardcore, Ska, Oi! and Punk bands’ zu verwenden beinhaltet schon ein gerüttelt Maß an Widersprüchen und unzulässigen Kategoriezuschreibungen.
Beispiel gefällig? Hier:
These are some really talented guys with a great message, singing topics such as the evils of abortion to false Christian teachings, they will smack you right in the face with a dose of Christ’s teachings.
Talentierte Jungs, nicht? Mein Gegenvorschläg wäre ‘List of Hardcore, Ska, Oi! and Punk bands that are in fact not Hardcore, Ska, Oi! and Punk bands, instead these are bands that you have to absolutely avoid, under all cirumstances and even if your life depends on it’. Das würde es dann doch besser treffen.

In Unkatzegoriert on 13. Juni 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Alltag, Bratwurstgehäck, Hardcore, Hey Punk!, Musik, Pizza, Plakatwand, punk, punkrock
An einer Plakatwand klebt an der rechten unteren Ecke ein Hinweis, der erstens verbietet, diese Plakatwand zur Fremplakatierung zu nutzen. Das ist logisch. Zweitens kann man darunter einen weiteren Hinweis lesen, der einem zusätzlich vorschreibt, beim Parken doch mindestens anderthalb Meter Abstand zur Plakatwand zu wahren. Das ist unlogisch und eigentlich ziemlich zwecklos. Ich habe auf den Bus gewartet, wäre ich aber mit dem Auto dagewesen, ich hätte mich aus purer Boshaftigkeit heraus bemüht, möglichst exakt vor der Plakatwand zu parken. So geht die Welt zugrunde.
Es gibt Pizza an einer kleineren Bude im Industriegebiet. Die Pizza ist lecker und zu einem annehmbaren Preis zu haben. Außerdem ist die Auswahl groß, sogar individuelle Zusammenstellungen sind möglich. Ich weiß nicht, ob in diesem schönen deutschen Landstrich schon mal jemand auf die Idee kam, eine Pizza mit Bratwurstgehäck zu bestellen, vermute aber, dass dies kein Ding der Unmöglichkeit ist, da eben diese Pizza auf der Karte steht. Hier können keine Menschen mehr leben.
Hardcore-Kids sind Hardcore-Kids, trinken Bier und rauchen Zigaretten oder nur eins von beiden. Manchmal auch keins. Dann frönen sie ihren Ritualen, die objektiv betrachtet den unumstößlichen Beweis liefern, dass der Mensch doch vom Affen abstammt. Nett sind die meisten allerdings. Ich habe beschlossen, dass Hardcore bessere Musik wäre, wenn man die Sänger weglässt und ein Konzert nur aus variierten Moshparts bestehen würde. Da können dann auch alte Männer wie ich mitwippen ohne das Mineralwasser zu verschütten.
Trotzdem, ich würde nirgendwo anders leben wollen, zu keiner anderen Zeit.

In Unkatzegoriert on 9. Juni 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Gangster, Hey Punk!, Hip Hop, Musik, RZA, Schach, Supernichts, Wu Tang Clan
Man ist ja einiges gewohnt von den ganzen Gangstern da draußen. Aber was die da jetzt so treiben [via], das schlägt dem Fass den Boden aus. Da sollte der Staat unbedingt eingreifen, bevor angesichts dieser Verrohung an den Straßenecken unserer Städte bald die Anarchie herrscht. Was mir dazu einfällt, sind nur die tollen Supernichts, die auf ihrem neuesten Album unter anderem behaupten, dass ein echter Gangster das Abitur hat, gerne Depeche Mode hört und Peter Scholl-Latour mag. Ich denke, dem kann ich so auch zustimmen.

In Unkatzegoriert on 22. April 2008 von Mark Mit Tag(s) versehen: Hey Punk!, Indie, Kettcar, Musik, Nicht ganz Punkrock, Sylt
Was mal gut anfing, scheint immer schlechter geworden zu sein. Jetzt mal abseits aller Distinktionsgewinne, die sich daraus ergeben mögen, das man schon ganz am Anfang dabei war: Das neue Kettcar-Album heißt nicht nur Sylt, sondern hört sich auch so an. Mittelklasse-Indie war mein erster Gedanke, ohne dabei eine qualitative Bewertung im Kopf zu haben. Die richtige Musik für die richtige Käuferschicht, jedes Jahr nimmt sich das Meer etwas mehr. Keine Sorge, es liegt nicht an den Songs, sondern an mir.
Die Freundin – eine der ungekrönten Königinnen der impulsiven Meinungsäußerung – meinte, gar nicht soviel Zeit zu haben, um sich das schön zu hören.