Tag Archive: Persönliches

Peak Oil für die Seele

Es ist vielleicht ein kleiner Trost für alle diejenigen, die meinen, ihren Zenit schon längst überschritten zu haben: Nach dem Punkt, ab dem alles nur noch abwärts zu gehen scheint, fällt zumindest das Gehen leichter. Wenn man lustig ist sogar im wörtlichen Sinn.

Stop & Go

Die Fahrt ins Büro dauert zu lange. Viel zu lange, gemessen an den an normalen Tagen anfallenden Fahrtzeiten. Den Grund für die Verzögerung kenne ich nicht, kann mir aber anhand etlicher vorbeirasender Ambulanzen ein ungefähres Bild davon machen. Auch wenn ich das nicht will, die Ähnlichkeiten zu kürzlich passierten Dingen sind zu groß.
Also sitze ich [...]

Dicker als Wasser, lauter als startende Flugzeuge

Manchmal frage ich mich, was andere Leute wohl über meine Familie und mich so denken. Abseits von alltäglichen Zuweisungen und dem tolerierten Horizont an Verhaltensweisen legt die nämlich ab und zu ein Auftreten an den Tag, welches mich eigentlich peinlich berührt zurücklassen sollte. Ganz gerne kann da beispielsweise ein Einzelhändler in den Genuss einer Großfamilie [...]

Menschenrechte sind Mainstream

Nun ja, der Zustand der Welt ist nicht gerade das, was man als ideal bezeichnen würde. Wäre die Welt eine Software, würde jeder Kunde nach Patches und Bugfixes schreien. Geht ja auch nicht, dass man so was für sein mehr oder weniger hart erarbeitetes Geld bekommt. Leider ist es gerade nicht so, dass diese Verhaltensweisen [...]

Universalfernbedienung

Die Fernbedienung ist mittlerweile solange schon in Gebrauch, dass manche Tasten schon gar nicht mehr lesbar sind. Man kann nur noch einen Hauch der ursprünglichen Beschriftung erahnen. Tausendmal gedrückt, gepresst und gekratzt. Jetzt nur noch ein unbeschrieben leerer Punkt, seinem Sinn beraubt.
Wenn ich die Welt damit steuern könnte, dann wäre auf der Fernbedienung der [...]

Stempel aufdrücken, irgendwie

Manchmal, wenn ich durch die Stadt gehe, fallen mir kleine, fast unbedeutende Sachen auf. Wenn weggeworfene Kronkorken in beinah perfekter Symmetrie auf dem Bürgersteig liegen; dann denke ich sofort, das hat jemand bewusst dort platziert. Ein Zeichen, den Eingeweihten bekannt und für den Rest der Welt unsichtbar.
Vielleicht ist das die urbane Version des Herzens in [...]

Was man nicht von seinen Eltern wissen will

Über die Feiertage die Eltern besucht. Beide je einmal hingefallen, sie von der Treppe, er über die Türschwelle. Auch eine Einladungsbestätigung für eine Infoveranstaltung zum Thema Patientenverfügung, Vollmacht & Testament gefunden. Nur zum Prüfen, ob das denn noch wasserdicht sei, was man da so habe, so gesetzesmäßig und so. Essen wie immer sehr lecker.

Dark by now. Dark as it gets.

Undefinierbare Kleckse. Flecken aus schwarzer Tinte, gegossen in bedeutende Formen. Das kann aber nicht alles sein, da muss noch mehr von allem kommen.

Manchmal habe ich verdammt Angst vor dem was kommt. Manchmal freue ich mich darauf. Die besten Momente sind die, in denen ich gelassen in die Zukunft sehe. Komischerweise kommen die nur in der [...]

hey du, bleib stehen

[Via]

Alle Affen glotzen

Manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. So heißt es zumindest in einer Redewendung, die auch gern benutzt wird, zum Beispiel wenn man sich von einer ungebührlichen humoristische Perspektive auf - sagen wir mal - sensible Zusammenhänge dennoch unterhalten und belustigt fühlt. Es aber nicht im allgemein gültigen Ermessen vorgesehen ist, darüber lauthals auf [...]

Mein Nahtoderlebnis

Im Jahre des Herrn 1986. Die Winter waren noch hart, die Sommer dafür aber auch lichtdurchflutet, getaucht in gelbbraune Kontraste. Unbeschwert hätte man die damaligen Zustände genannt, zumindest auf der schwäbischen Alb. Dort war ich auch draußen unterwegs, an den ersten warmen Tagen, welche die endgültige Ablöse des Frühlings einläuteten.
Natürlich immer in Sichtweite des Elternhauses, [...]

Flutwarnung

Es gab heute immer wieder ganz kurze Regenschauer. Aber nicht die von der leichten Sorte, eher das, was man generell unter sintflutartig versteht. Nach mir eben diese war ein Gedanke, der mir kurz durch den Kopf ging. Vielleicht wäre es einfacher, alle Anknüpfungspunkte an diese Welt zu lösen, keinen Gedanken mehr daran verschwenden. Alle Ängste [...]

Kriegskind

Weitere besondere Auffälligkeiten während des Familienbesuchs gab es kaum. Nur eines ist mir im Gedächtnis geblieben: ich saß am Tisch und entfernte ein kleines Kettchen, vielleicht einen Zentimeter lang, von meinem Schlüsselbund und ließ es auf dem Tisch liegen, mit der Absicht, es beim nächsten Gang zum Mülleimer zu entsorgen. Vorher hing da das [...]