Getaggt mit Politik

Am anarchosyndikalistischen Stammtisch

Inkludiert ein Rückzug der Politik aus der Wirtschaft auch gleichzeitig einen Rückzug der Wirtschaft aus der Politik? Interessante Frage, die aber leider nur bloße Hüllen bietet, wo wirkliche Bedeutung sein könnte. Und abgesehen davon, wen interessiert das, wenn doch die beste Politik in der Wirtschaft gemacht wird?

Prost.

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Any Attempt To Continue Is Futile

Reiten war, für mich zumindest, bei anderen mag es da anders aussehen, nie eine begehrenswert durchzuführende Tätigkeit. Trotzdem könnte man meinen, ich hätte mich in meinem Leben beinahe durchgängig auf das falsche Pferd gesetzt. Damit würde man zwar Redewendungen bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit treiben, aber so ganz unrecht hätte man damit nicht.

So wie jetzt hat es dann geendet. Und damit könnte der Ausgang der Bundestagswahl gemeint sein, ist es aber nicht. Das ist rein persönlich, was ich hier beschreibe. Auch meine Enttäuschung. Ein schlauer Mann hat mal gesagt, jeder in der FDP müsste Dahrendorf gelesen haben, dann könnte man mit dem Haufen zumindest ein kleines etwas anfangen. Aber mit diesem Bonmot würde man wohl nur – um unsere englischen Freunde zu bemühen – auf ein totes Pferd eindreschen. Und das wollen wir doch nicht, so als Tierschützer.

Da treiben wir lieber Redewendungen bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit.

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Die Eliten von morgen sind die Kinder von heute

“Ich meine, der hats so schön gerade. Die machen da ja Kurzarbeit und stell Dir das mal vor, der bekommt achtzig Prozent eines normalen Gehalts, das ist schon einiges, und hat dafür immer so ein, zwei Tage frei.”

— ”Das ist ja wirklich sooo cool!”

“Ja, nicht? Das hab ich ihm auch gesagt, da meinte er nur, so genau wär das nicht. Weil er ja schließlich nicht weiß, ob er den Job nächsten Monat noch hat und ob und wie. Trotzdem, für die Kohle würd ich auch kurzarbeiten, auch wenn ich nicht darauf angewiesen bin.”

— “Stimmt, das geht nur, solang man nicht darauf angewiesen ist.”

Das hier ist eine Universitätsstadt. Und es ist wieder Beginn des Semesters. Dazu kommt der Sommer, der sowieso immer die leichtere Seite des Lebens hervorbringt — ganz zu schweigen von den leichtgewichtigen Wirtschaftswissenschaftlern Ende zwanzig, die der Sommer auf die Straße treibt wie im Herbst der Bauer die Kühe beim Almabtrieb — und das Wald- und Wiesenverständnis von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenhängen feiert fröhliche Urstände.

“Mit extra Milchschaum, bitte.”

Das hier ist eine Universitätsstadt. Leider.

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