Das Leben in Kategorien einzuteilen kann manchmal – zynische Zeitgenossen würden sagen öfter, Zeitgenossen, die schon mit allem abgeschlossen haben würden sagen immer – sehr angenehm sein. Nämlich dann, wenn es um die Eleganz des eigenen Weltbildes geht, und Eleganz ist in diesem Fall bitte keineswegs ironisch oder zweideutig auszulegen.
So beispielsweise bei meinem werten Erzeuger, der sich angesichts des feiertäglichen Fernsehprogramms nicht scheut, sinngemäß Helmut Schmidt zu zitieren, der sage, dass es mit Deutschland bergab gehe, seit die Eltern dem Fernsehen die Erziehung ihrer Kinder überlassen würden. Mein Einwurf, dass jede Generation irgendwas in der Art behaupte und überhaupt er das den Schmidt maximal im Fernsehen hätte sagen hören oder wahlweise auch in der Bild gelesen hat kontert er mit dem Hinweis, dass er auf den privaten Kanälen nichts mehr zum Sehen finden würde, da sei überall nur Science Fiction, Mord und Totschlag.
Ich fragte mich daraufhin, welcher von diesen drei Begriffen nicht zu den anderen gehört.
Es geht ja schließlich um Kategorien.